Bewertung:

Das Buch befasst sich eingehend mit Walter Freeman, einer umstrittenen Figur in der Geschichte der Medizin, die vor allem für die Förderung von Lobotomien bekannt ist. Es ist gut recherchiert und zeichnet ein komplexes, menschliches Bild von Freeman, während es auch den sozio-medizinischen Kontext seiner Arbeit beleuchtet. Einige Leser finden die Erzählung jedoch weitschweifig oder voreingenommen, und es gibt Kritik an der Länge, der Schreibqualität und der Gründlichkeit, mit der die ethischen Implikationen der Lobotomie behandelt werden.
Vorteile:Die Biografie wird als gut geschrieben, fesselnd und informativ beschrieben und liefert wertvollen historischen Kontext über Freemans Leben und die medizinischen Praktiken seiner Zeit. Viele Rezensenten schätzten die faire und nuancierte Darstellung Freemans und merkten an, dass sie simplifizierende Vorstellungen von ihm als bloßem Schurken in Frage stellt. Das Buch gilt als Pflichtlektüre für alle, die sich für die Geschichte der Psychiatrie und die medizinische Ethik interessieren.
Nachteile:Kritiker weisen darauf hin, dass das Buch manchmal zu lang und zu weitschweifig ist und dass es an einigen Stellen an Tiefe oder an einer Analyse wichtiger ethischer Fragen im Zusammenhang mit der Lobotomie mangelt. Einige Rezensenten wiesen auf kleinere Ungenauigkeiten hin und kritisierten den Schreibstil, insbesondere in der Kindle-Version, in der Formatierungsprobleme vorherrschend waren. Darüber hinaus waren einige der Meinung, dass der Autor zu viel Sympathie für Freeman zeigte und damit möglicherweise den durch seine Praktiken verursachten Schaden herunterspielte.
(basierend auf 50 Leserbewertungen)
The Lobotomist: A Maverick Medical Genius and His Tragic Quest to Rid the World of Mental Illness
The Lobotomist erforscht eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Medizin: den verzweifelten Versuch, die Hunderttausenden von Psychiatriepatienten zu behandeln, die in den mittleren Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts Hilfe brauchten. In dieser Krise sah Dr.
Walter Freeman die Lösung in der Lobotomie, einer Gehirnoperation, die die Schwere der psychotischen Symptome verringern sollte. Auf der Grundlage von Freemans Dokumenten und Interviews mit Freemans Familie wirft Jack El-Hai einen tiefen Blick auf das Leben und die Arbeit dieses komplexen wissenschaftlichen Genies. The Lobotomist erforscht eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Medizin: den verzweifelten Versuch, die Hunderttausenden von hilfsbedürftigen Psychiatriepatienten in den mittleren Jahrzehnten des 20.
In dieser Krise sah Dr. Walter Freeman die Lösung in der Lobotomie, einer Gehirnoperation, die die Schwere der psychotischen Symptome verringern sollte.
Obwohl viele Patienten von den Tausenden von Lobotomien, die Freeman durchführte, nicht profitierten, glaubten andere, dass ihre Lobotomie sie zum Besseren veränderte. Auf der Grundlage einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten, die Freeman hinterlassen hat, und von Interviews mit Freemans Familie wirft Jack El-Hai einen tiefen Blick in das Leben dieses komplexen wissenschaftlichen Genies und zeichnet das faszinierende Leben und Werk des Arztes nach.