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The Malthusian Moment: Global Population Growth and the Birth of American Environmentalism
Obwohl Rachel Carsons "Silent Spring" (1962) oft als Gründungstext der amerikanischen Umweltbewegung zitiert wird, verortet Thomas Robertson in "The Malthusian Moment" die Ursprünge des modernen amerikanischen Umweltschutzes in den Adaptionen von Thomas Malthus' Bedenken bezüglich des Bevölkerungswachstums im zwanzigsten Jahrhundert.
Für viele Umweltschützer wurde die Bewältigung des Bevölkerungswachstums zum Schlüssel für die Lösung der schwierigsten Probleme, mit denen die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert waren - vom Krieg und der Ausbreitung des Kommunismus in Übersee bis hin zu Armut, Rassenunruhen und der Zersiedelung der Vorstädte im eigenen Land. The Malthusian Moment verbindet auf kreative Weise das Internationale mit dem Nationalen und zeichnet die Explosion des malthusianischen Denkens in den Vereinigten Staaten vom Ersten Weltkrieg bis zum Tag der Erde 1970 nach und verfolgt dann den ebenso überraschenden Rückgang des Interesses ab Mitte der 1970er Jahre.
Das Buch bietet nicht nur einen unkonventionellen Blick auf den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg durch eine ausgewogene Studie der umstrittensten Theorie der Umweltbewegung, sondern wirft auch ein neues Licht auf einige der großen Geschichten des amerikanischen Nachkriegslebens: den Anstieg des Konsums, das Wachstum der Bundesregierung, städtische und vorstädtische Probleme, die Bürgerrechts- und Frauenbewegung, die Rolle der Wissenschaftler in einer Demokratie, neue Einstellungen zu Sex und Sexualität und das Aufkommen der "Neuen Rechten".