
Nature at War: American Environments and World War II
Dieser Sammelband ist die erste nachhaltige Untersuchung des amerikanischen Engagements im Zweiten Weltkrieg aus der Sicht des Umweltschutzes.
Der Zweite Weltkrieg war ein totaler und globaler Krieg, der die Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung riesiger Mengen natürlicher Ressourcen erforderte. Der militärisch-industrielle Komplex der Kriegszeit, das „Arsenal der Demokratie“, erlebte ein enormes wirtschaftliches Wachstum und eine enorme technologische Entwicklung, wobei die Ressourcen so intensiv wie nie zuvor genutzt wurden.
In den Kriegsjahren kam es zu Veränderungen in der amerikanischen Landwirtschaft, zur Verbreitung militarisierter Landschaften, zur Popularisierung chemischer und pharmazeutischer Produkte, zu einem raschen Anstieg des Energieverbrauchs und zur Entwicklung der Kernenergie, zur Umgestaltung der nationalen Verkehrsnetze, zu einer Verlagerung der Bevölkerung in den Sonnengürtel und an die Westküste, zu einer enormen Expansion der Bundesregierung in Verbindung mit Industrieunternehmen und zum Aufkommen des Umweltschutzes. Der Zweite Weltkrieg stellte einen quantitativen und qualitativen Sprung in der Ressourcennutzung dar, der sich nachhaltig auf die amerikanische Regierung, Wissenschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Ökologie auswirkte.