Bewertung:

Lucasta Miller untersucht in ihrem Buch über die Bronte-Schwestern deren Leben und die Mythen, die sich um sie gebildet haben, wobei sie sich besonders auf Charlotte und Emily konzentriert und Anne nur wenig Aufmerksamkeit schenkt. Das Buch wird als „Metabiographie“ beschrieben, die untersucht, wie die Schwestern zu modernen Mythen wurden, und dabei oft falsche Vorstellungen aufdeckt, die von frühen Biographen verbreitet wurden. Während viele Leserinnen und Leser die Erforschung der Schwestern als fesselnd und aufschlussreich empfanden, äußerten einige ihre Enttäuschung über den Mangel an detaillierten Informationen über Anne, und einige fanden den Schreibstil entweder trocken oder sich wiederholend.
Vorteile:Das Buch bietet eine zum Nachdenken anregende Perspektive auf die Bronte-Schwestern, stellt vorgefasste Meinungen in Frage, bietet eine Fülle von Informationen an einem Ort und fesselt die Leser mit einer interessanten Analyse des Bronte-Mythos. Viele Rezensenten schätzten Millers umfangreiche Recherchen und seinen Schreibstil, fanden ihn informativ und einen guten Ausgangspunkt für das Verständnis des Einflusses der Schwestern auf die Literatur.
Nachteile:Das Buch konzentriert sich stark auf Charlotte und Emily, oft auf Kosten von Anne, so dass sich einige Leser mit der Darstellung der weniger bekannten Schwester unzufrieden zeigten. In mehreren Rezensionen wurde darauf hingewiesen, dass der Text trocken und repetitiv sein könnte oder zu sehr auf biografische Quellen und nicht auf das Leben der Schwestern selbst eingeht. Einige Leser merkten auch an, dass das Buch viel Aufmerksamkeit erfordere und keine leichte Lektüre sei.
(basierend auf 37 Leserbewertungen)
The Bronte Myth
In einer brillanten Kombination aus Biografie, Literaturkritik und Geschichte zeigt Der Mythos Bronte, wie Charlotte, Emily und Anne Bronte zu kulturellen Ikonen wurden, deren ständig wechselnder Ruf die Obsessionen der verschiedenen Epochen widerspiegelte.
Als das literarische London erfuhr, dass Jane Eyre und Wuthering Heights von jungen Landmädchen geschrieben worden waren, wurden die Brontes sofort so berühmt wie ihre schockierend leidenschaftlichen Bücher. Bald nach ihrem Tod machte ihr erster Biograf die Schwestern zu einem malerischen Mythos aus Familientragödien und Yorkshire-Mooren.
Seitdem haben diese rätselhaften Figuren Generationen von Lesern - viktorianische, freudianische und feministische - dazu verleitet, sie neu zu interpretieren und sie als häusliche Heilige oder sexhungrige Hysterikerinnen darzustellen. In ihrer bezaubernden Metabiografie geht Lucasta Miller den Irrungen und Wirrungen des Phänomens der Bront-Manie nach und rettet diese drei eigenwilligen Genies vor den Verzerrungen der Legende.