Bewertung:

Die Rezensionen zu „The Body Fantastic“ von Frank Gonzalez-Crussi heben die aufschlussreiche Erforschung des menschlichen Körpers durch verschiedene kulturelle Aspekte hervor, die über den traditionellen medizinischen Diskurs hinausgeht. Während das Buch für seinen fesselnden Inhalt und seine einzigartige Perspektive gelobt wird, gibt es erhebliche Bedenken hinsichtlich des physischen Zustands des Buches bei der Auslieferung, was für einige Leser das Gesamterlebnis beeinträchtigt hat.
Vorteile:Das Buch bietet eine neue und fesselnde Sichtweise auf den menschlichen Körper, indem es verschiedene weniger diskutierte Körperteile durch die Brille der Volkskunde und der Medizingeschichte erforscht. Die Leser schätzen die einzigartigen Primärquellen und die überraschenden Zusammenhänge, die in den einzelnen Kapiteln hergestellt werden. Der Inhalt wird als faszinierend und informativ beschrieben und spricht sowohl diejenigen an, die mit der Medizingeschichte vertraut sind, als auch Neueinsteiger.
Nachteile:In einer Rezension werden Probleme mit der physischen Lieferung des Buches erwähnt, insbesondere, dass es schlecht verpackt war und beschädigt ankam, was für ein Geschenk enttäuschend war. Probleme mit dem Inhalt des Buches selbst werden nicht erwähnt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Body Fantastic
Der Körper in Träumen, Mythen, Legenden und Anekdoten des Phantastischen als Ausdruck der menschlichen Körperlichkeit.
In The Body Fantastic betrachtet Frank Gonzalez-Crussi den menschlichen Körper durch die Linse von Träumen, Mythen, Legenden und Anekdoten des Bizarren und erforscht die enge Verbindung von Fiktivem und Fabelhaftem mit unserer Vorstellung vom Körper. Er berichtet unter anderem von dem Mann, der alles aß (einschließlich gekochter Igel und Mäuse auf Toast), von den therapeutischen Kräften des Speichels, von Haaren, die in Flammen aufgingen, und von einem „Amphibienmann“, der unter Wasser lebte. Gonzalez-Crussi stützt sich auf klinische Aufzeichnungen, volkstümliche Überlieferungen, Kunst, Geschichte und Literatur und betrachtet den Körper sowohl in realen als auch in imaginären Dimensionen.
Mythen und Geschichten, so erinnert uns Gonzalez-Crussi, sind der symbolische Ausdruck unserer Sehnsüchte und Gefühle. Diese phantastischen Erzählungen über Körper stammen aus den tiefsten Regionen der menschlichen Psyche. Die alten Griechen zum Beispiel glaubten, dass die Gebärmutter im Körper einer Frau umherwandert - ein "Tier im Tier". Wenn eine Frau einen unangenehmen Geruch schnupperte, zog sich die Gebärmutter zurück. Organisierte "Verdauungsexzesse" begannen mit den Ess- und Trinkwettbewerben der Antike und setzen sich bis zu den Hot-Dog-Esswettbewerben von heute fort. Und die "libido-podalische Assoziation", die die männliche Sexualität mit dem Fuß in Verbindung bringt, hielt im 16. Jahrhundert Einzug in die Schulmedizin; währenddessen wurden die Füße der Frauen in einigen Kulturen peinlich genau aus dem Blickfeld gehalten. Gonzalez-Crussi zeigt, dass die vielen imaginären Darstellungen des Körpers sehr wohl ein Teil unserer Körperlichkeit sind.