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The Language of the Face: Stories of Its Uniquely Expressive Features
Eine umfassende und fesselnde Kulturgeschichte der Physiognomie, in der untersucht wird, wie der Wunsch, unserem Aussehen eine tiefere Bedeutung zu entlocken, die Menschen seit Jahrtausenden antreibt.
Wie kann man ein Gesicht lesen? Seit Tausenden von Jahren beschäftigen sich Künstler, Philosophen und Wissenschaftler mit der Frage, was unser Äußeres über unser Inneres verrät. In The Language of the Face (Die Sprache des Gesichts), einer wunderbar umfassenden Erforschung der Pseudowissenschaft der Physiognomie, berücksichtigt Frank Gonzalez-Crussi über ein Jahrtausend an Primärquellen, um ein großartiges Porträt der kulturellen Symbolik des Gesichts zu zeichnen.
Gonzalez-Crussi, ein anerkannter Pathologe und Schriftsteller, überschreitet die Grenzen der Disziplinen mit einer einzigartigen Balance aus Tiefe und Leichtigkeit. Indem er die literarische Analyse antiker und moderner Texte mit den Erkenntnissen der medizinischen Anthropologie verbindet, reicht seine Erzählung von einer Untersuchung der "nasalen Semiotik" - ein Thema, dessen Erbe in den Mythen der Rassentypologie am zerstörerischsten fortbesteht - bis hin zu ebenso scharfsinnigen Analysen des erotischen Kusses, der diagnostischen Kunst der Astrologie und der aufschlussreichen Qualitäten vermeintlicher Hässlichkeit. Auch wenn unser Äußeres letztlich nur ein oberflächlicher Indikator für unsere Identität sein mag, ist Gonzalez-Crussis Werk alles andere als oberflächlich, wenn es um den zutiefst menschlichen Drang geht, inmitten scheinbar willkürlicher Attribute eine tiefe Bedeutung zu finden. Das ebenso gründlich recherchierte wie unterhaltsame Buch The Language of the Face ist ein lebendiger Beitrag sowohl zum aufstrebenden Gebiet der medizinischen Geisteswissenschaften als auch zum populären Verständnis von Ästhetik und Physiologie im Allgemeinen.