Bewertung:

Das Buch bietet eine charmante und humorvolle Erkundung der Geschichte und Kultur der amerikanischen Ureinwohner durch die Augen eines indianischen Autors und fördert das Verständnis der Leser für die Sichtweise der Ureinwohner. Es wurde wegen seines Witzes, seiner Erzählweise und seiner authentischen Stimme sehr positiv aufgenommen und ist daher eine empfehlenswerte Lektüre, vor allem im Bildungskontext.
Vorteile:- Fesselndes und charmantes Erzählen, insbesondere bei der Vermittlung der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner.
Nachteile:- Humor und Ironie werden effektiv eingesetzt, um ernste Themen zu vermitteln.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Scalping Columbus and Other Damn Indian Stories: Truths, Half-Truths, and Outright Lies
Adam Fortunate Eagle wurde schon als vieles bezeichnet: sozialer Aktivist, ernsthafter Scherzmediziner, konträrer Krieger, nationaler Schatz, Staatsfeind, lebende Geschichte. Der Autor, der seinen Stil als "Fortunate Eagle trifft Mark Twain auf indianische Art" charakterisiert, erzählt von den Traditionen, Freuden und Frustrationen seiner eigenen indianischen Erfahrungen in Tönen, die von "herzzerreißendem Lachen bis zu wütendem Zorn" reichen.
Fortunate Eagle führt den Leser durch Zeit und Raum und nutzt seine eigene Geschichte - als Kind in einer Ojibwe-Gemeinschaft und später als Bürgerrechtsführer, der unter anderem half, die Besetzungen von Alcatraz 1964 und 1969 zu organisieren - um die Erfahrungen der modernen Ureinwohner zu schildern. Die Tradition des mündlichen Geschichtenerzählens scheint in seiner Sprache und in seinen nachdenklichen und humorvollen Gegenüberstellungen auf. In der Geschichte, nach der das Buch benannt ist, reist Fortunate Eagle nach Italien, um das Land zu "entdecken" und es aus Protest gegen den Kolumbus-Tag zu beanspruchen. Er trägt ein traditionelles perlenbesetztes Hirschlederkostüm mit Skalps an seinem Gürtel und trifft sich mit dem Papst. Danach ist er gezwungen, zwei Tage in oder in der Nähe eines Badezimmers zu verbringen, da er unter der so genannten "Rache des Papstes" leidet.
Beginnend mit einem Vorwort, das von Sitting Bull "geschrieben" wurde, und über Begegnungen mit Elchen in Minnesota bis hin zur Spanischen Treppe in Rom erinnert dieses Buch die Leser an die Weisheit der Ältesten, an die kulturübergreifenden Verwirrungen bei Begegnungen zwischen Ureinwohnern und Weißen und an einige der schwierigsten Probleme, mit denen sich die heutigen Ureinwohner auseinandersetzen müssen.
Die Geschichten in Scalping Columbus and Other Stories liegen irgendwo zwischen Fakten und Fiktion und verbinden unverschämte Komik mit klugen sozialen Kommentaren, die sowohl unterhalten als auch aufklären sollen.