Bewertung:

Das Buch „Pipestone: Mein Leben in einem Indianerinternat“ von Adam Fortunate Eagle bietet eine einzigartige Ich-Perspektive auf seine Erfahrungen im Indianerinternat Pipestone und beleuchtet sowohl positive als auch negative Aspekte seiner Zeit dort. Viele Leserinnen und Leser schätzen die offene und humorvolle Erzählweise des Autors und seine optimistische Sichtweise trotz des schwierigen historischen Kontextes. Einige finden den Schreibstil jedoch zu simpel und sind der Meinung, dass es ihm an Tiefe oder einem breiteren Kontext der Internatserfahrung mangelt.
Vorteile:** Fesselnder Bericht aus der Ich-Perspektive, der eine einzigartige Perspektive bietet. ** Humorvolle und offene Erzählungen der Autorin. ** Hebt positive Erfahrungen und persönliches Wachstum während schwieriger Zeiten hervor. ** Nachdenklich stimmende Themen in Bezug auf Resilienz und Versöhnung. ** Die Leser schätzen den Charakter und die Lebenseinstellung des Autors.
Nachteile:** Einige Leser fanden den Schreibstil mit kurzen, abgehackten Sätzen vereinfachend. ** Einigen Lesern fehlte es an einer tieferen Perspektive der Internatserfahrung. ** Bestimmte Anekdoten wurden als zu trivial oder zu langatmig empfunden. ** Gemischte Meinungen darüber, ob die Darstellung zu wohlwollend ist, mit Bedenken über die „Schönfärberei“ historischer Erfahrungen.
(basierend auf 32 Leserbewertungen)
Pipestone: My Life in an Indian Boarding School
Ein bekannter Aktivist erinnert sich an seine Kindheit in einem Indianer-Internat.
Adam Fortunate Eagle, der vor allem als Anführer der indianischen Besetzung von Alcatraz Island im Jahr 1969 bekannt wurde, legt nun seine unvergesslichen Erinnerungen an seine Zeit als junger Schüler im Pipestone Indian Boarding School in Minnesota vor. In diesem seltenen Bericht aus erster Hand macht Fortunate Eagle seinem Ruf als "konträrer Krieger" alle Ehre, indem er die landläufige Vorstellung von Indianer-Internaten als trostlos und gefängnisartig widerlegt.
Fortunate Eagle besuchte Pipestone zwischen 1935 und 1945, als der Kommissar für indianische Angelegenheiten John Collier mit seiner pluralistischen Vision das staatliche Internatssystem umgestaltete, um mehr Respekt für die Kulturen und Traditionen der Ureinwohner zu fördern. Aber dieses Buch ist kaum eine trockene Geschichte der späten Internatszeit. Der Autor erzählt die Geschichte mit der Stimme seines jüngeren Ichs und nimmt uns mit auf eine vergnügliche Reise in seine Kindheit und in die innere Welt des Internats. Nebenbei erzählt er Anekdoten über die Internatskultur, Schülerstreiche und Kriegsspiele. Obwohl Fortunate Eagle die Unzulänglichkeiten von Pipestone anerkennt, beschreibt er seine Zeit dort als nichts Geringeres als "ein kleines Stück vom Himmel".
Waren alle Indianer-Internate die entmutigenden Orte, die die Geschichte suggeriert hat? Dieses Buch ermöglicht es den Lesern, selbst zu entscheiden.