Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 4 Stimmen.
Jumping the Border
Séamas Ó Catháin wurde 1942 in Tyrone in eine Familie von katholischen Geschäftsleuten und Landwirten geboren. Seine Heimatstadt Drumquin lag „nur einen Steinwurf“ von der Grenze entfernt, die die Republik Irland von den sechs Grafschaften Nordirlands trennt. Dieses Buch ist ein fesselnder, oft augenöffnender Bericht über seine Erfahrungen - als Kind und als junger Mann - in drei unterschiedlichen Kulturen, die sich heute radikal verändert haben.
Er beschreibt das Tyrone der 1940er und 1950er Jahre, wo protestantische und katholische Nachbarn ihr Leben auf persönlicher Ebene teilten, die Institutionen jedoch trennend wirkten. Das florierende Geschäft seines Vaters wurde wegen einer politischen Veranstaltung, die er unterstützte, ruiniert. Die Schulen und der Lehrplan trennten die beiden Gemeinschaften. Die Grenze war für alle ein Ärgernis.
Als Postgraduiertenstudent in den 1960er Jahren ließ er sich in der Gaeltacht Na Cruacha in Donegal nieder, wo noch „echtes altes Irisch“ gesprochen wurde. Er führte eine Studie über die Ortsnamen von Na Cruacha durch und zeichnete die charakteristische Musik und Sprache der Region auf.
Kurze Zeit später führten ihn seine Forschungen in den hohen Norden Europas, nach Sápmi (ein Gebiet, das sich über Teile von vier Ländern erstreckt und allgemein als Lappland bekannt ist). Dort tauchte er in die Kultur und Sprache der Samen ein, zu einer Zeit, in der ihre Sprache und ihre Bräuche vernachlässigt und bedroht wurden.