Bewertung:

Obed Silvas Memoiren „Der Tod meines Vaters, des Papstes“ sind ein kraftvoller und emotionsgeladener Bericht, in dem sich Lachen und Traurigkeit mischen, während er sich mit Themen wie Familie, Trauma und den Erfahrungen des Autors mit Alkoholismus und Behinderung auseinandersetzt. Der Text wird für seine Lebendigkeit und Tiefe gelobt, die sich auf literarische Referenzen und persönliche Reflexionen stützen, um eine fesselnde Erzählung zu schaffen.
Vorteile:Der Schreibstil ist wunderschön gestaltet und fesselnd, mit einer starken Erzählerstimme. Die Autorin lässt Vergangenheit und Gegenwart nahtlos ineinander übergehen und ruft ein breites Spektrum an Emotionen hervor, darunter Humor, Traurigkeit und Selbstreflexion. Viele Leserinnen und Leser fanden die Memoiren inspirierend, vor allem wenn man den Hintergrund und die Herausforderungen der Autorin bedenkt. Der Anfang ist besonders fesselnd und fesselt die Aufmerksamkeit der Leser von Anfang an.
Nachteile:Einige Leser empfanden die Darstellung von Familienmitgliedern als hart und hatten das Gefühl, dass bestimmte Teile schwer zu lesen waren. Es wird angedeutet, dass Spanischkenntnisse das Leseerlebnis verbessern könnten, was für manche ein Hindernis darstellen könnte. Einige Leser äußerten sich enttäuscht, weil sie das Gefühl hatten, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The Death of My Father the Pope: A Memoir
Ein Mann, der um seinen alkoholkranken Vater trauert, steht vor der paradoxen Frage, ob er ihm Tribut zollen, ihn verhöhnen oder ihm einen Drink einschenken soll. Ein erschütterndes, schillerndes, aufschlussreiches Debüt.
Zwischen den Vorbereitungen für die Beerdigung seines Vaters und den Erinnerungen an das Leben auf beiden Seiten der Grenze zwischen den USA und Mexiko schildert Obed Silva den lebenslangen Kampf seines Vaters gegen den Alkoholismus und die Verwüstungen, die er in seiner Familie angerichtet hat. Silva und seine Mutter waren über die Grenze in den Norden gekommen, um den gewalttätigen, betrunkenen Ausschreitungen seines Vaters zu entkommen. Sein Vater war ihnen gefolgt und tanzte auf gefährliche Weise in das Leben der Familie hinein und wieder heraus, bis er verhaftet und zurück nach Mexiko abgeschoben wurde, wo er sich im Alter von achtundvierzig Jahren mit einer Carta Blanca nach der anderen zu Tode trank.
Mit ironischem Zynismus, profaner, tiefgründiger Wut, einer antiken, brutal ehrlichen Stimme und einem hart erkämpften klassischen Referenzrahmen erzählt Silva den Schmerz der Trauer, während er mit dem Groll und der Frustration ringt, die die Sucht verursacht. Der Tod meines Vaters, des Papstes, ist eine fließende und dynamische Kombination aus Memoiren und einer Untersuchung der Macht der Sprache - und die Einführung einer einzigartigen und starken literarischen Stimme.