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The Traffic in Culture: Refiguring Art and Anthropology
Die Aufsätze in dieser Sammlung signalisieren eine neue Beziehung zwischen Anthropologie und Kunstwissenschaft. Die Autoren erforschen die Grenzen und Affinitäten zwischen Kunst, Anthropologie, Repräsentation und Kultur und werfen ein kritisches, ethnografisches Licht auf die Kunstwelten des zeitgenössischen Westens und ihren "Handel" mit nicht-westlichen Objekten.
Ausgehend von der Prämisse, dass die traditionelle Anthropologie der Kunst innerhalb der Kategorien und Praktiken der westlichen Kunstwelt selbst entwickelt wurde, entwickelt dieser Band einen neuen Rahmen für das Verständnis, wie sich die westliche Kunst - ihre Avantgarden, Wissenschaftler, Kommentatoren und Sammler - anthropologische Themen wie das "Primitive" und das "exotische Andere" angeeignet haben. Der Erfolg von Acrylbildern australischer Aborigines in der New Yorker Kunstwelt veranlasst Fred Myers, die Verbreitung indigener Kunst auf dem internationalen Markt zu untersuchen. Steven Feld befasst sich mit der zeitgenössischen World-Beat-Musikszene und der Kommerzialisierung abgelegener Musikkulturen. Carol Vance befasst sich mit den umstrittenen Kämpfen um Kunst, Zensur, Obszönität und das National Endowment for the Arts in den Vereinigten Staaten. George Marcus untersucht die Bedeutung neuer, oppositioneller Kunstwerke im Zusammenhang mit der Institutionalisierung der Avantgarde und der Postmoderne im Allgemeinen.
Im Gegensatz zu einer früheren Anthropologie der Kunst, die sich mit der Darstellung nicht-westlicher Objekte für ein westliches Publikum befasste, deckt dieser Band die Praktiken und Prozesse auf, die die westliche Kunstwelt selbst antreiben.