Bewertung:

The Public School Advantage bietet eine detaillierte und leicht verständliche Analyse der Leistungen öffentlicher und privater Schulen, insbesondere in Mathematik. Die Autoren präsentieren überzeugende Daten und gut recherchierte Schlussfolgerungen, die die Effektivität des öffentlichen Schulwesens untermauern, insbesondere im Lichte der jüngsten Kritik daran. Das Buch wird jedoch wegen seines Aufbaus, seiner Methodik und der vermeintlichen Voreingenommenheit gegenüber bestimmten Arten von Privatschulen, insbesondere religiösen Schulen, kritisiert.
Vorteile:Zugänglich und informativ, detaillierte Datenanalyse, gut recherchiert und faktenbasiert, ausgewogene Übersicht über Probleme mit Schülerleistungsdaten, überraschende Ergebnisse zugunsten der öffentlichen Schulen, methodisch solide unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wertvolle Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger und Eltern.
Nachteile:Verwirrende Struktur, als voreingenommen oder vage empfundene Definitionen, Kritik an methodischen Mängeln, einige argumentieren, dass sie Privatschulen oder die Wahlfreiheit der Eltern nicht angemessen repräsentiert, könnte eher als politisch motiviert denn als rein wissenschaftlich angesehen werden, und einige Leser fanden sie im Vergleich zu anderen Werken weniger wissenschaftlich.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
The Public School Advantage: Why Public Schools Outperform Private Schools
Nahezu die gesamte amerikanische Parteipolitik dreht sich um eine einzige Frage: Können Märkte unsere sozialen Probleme lösen? Und seit Jahren wird diese Frage in den Debatten darüber, wie wir unsere Kinder erziehen sollen, heftig diskutiert. Von der Verbreitung von Gutscheinen und Charter Schools bis hin zur Umsetzung von No Child Left Behind haben sich die politischen Entscheidungsträger zunehmend marktbasierten Modellen zugewandt, um unsere Schulen zu verbessern, in der Überzeugung, dass private Einrichtungen - weil sie wettbewerbsorientiert sind - besser sind als öffentliche. Mit The Public School Advantage liefern Christopher A. und Sarah Theule Lubienski überzeugende Beweise, um diese Annahme zu widerlegen, und zeigen, dass öffentliche Schulen tatsächlich besser sind als private.
Jahrzehntelang wurden Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Schüler an Privatschulen bessere Leistungen erbringen als Schüler an öffentlichen Schulen, genutzt, um die Vorteile des privaten Sektors im Bildungswesen zu propagieren, einschließlich Gutscheinen und Charter Schools - doch viele dieser Daten sind inzwischen fast ein halbes Jahrhundert alt. Auf der Grundlage zweier aktueller, groß angelegter und landesweit repräsentativer Datenbanken zeigen die Lubienskis, dass jeder Vorteil, der bei den Leistungen von Privatschulen festgestellt wird, heute mehr als nur durch die Demografie erklärt werden kann. Privatschulen schneiden nicht deshalb besser ab, weil sie bessere Einrichtungen sind, sondern weil ihre Schüler größtenteils aus privilegierteren Verhältnissen kommen, die eine größere Bildungsunterstützung bieten. Nach Korrektur der demografischen Faktoren zeigen die Lubienskis, dass die Leistungssteigerungen der Schüler an öffentlichen Schulen mindestens genauso groß und oft sogar größer sind als die an privaten Schulen. Noch überraschender ist, dass sie zeigen, dass genau der Mechanismus, für den sich marktwirtschaftliche Reformer einsetzen - die Autonomie - der entscheidende Faktor sein kann, der verhindert, dass private Schulen bessere Leistungen erzielen. Oder es stellt sich heraus, dass die von diesen Reformern gegeißelten Praktiken, wie die Zertifizierung von Lehrern und professionelle Reformen von Lehrplänen und Unterricht, einen erheblichen Einfluss auf die Verbesserung der Schulen haben.
Ungeachtet unserer politischen Ansichten sind wir uns alle über eine grundlegende Tatsache einig: Bildung verdient unsere größtmögliche Aufmerksamkeit. The Public School Advantage bietet genau das. Durch die Untersuchung der Schulen im Rahmen der Vielfalt der Bevölkerungsgruppen, in denen sie tatsächlich tätig sind, liefert es keine Ideologien, sondern Fakten. Und die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Bildung ist besser, wenn sie von der Öffentlichkeit für die Öffentlichkeit bereitgestellt wird.