
The YMCA in Late Colonial India: Modernization, Philanthropy and American Soft Power in South Asia
Dieses Buch erforscht die Geschichte und die Ziele der Young Men's Christian Association (YMCA) anhand ihrer Aktivitäten in Südasien. Es konzentriert sich auf die Interaktionen zwischen amerikanischen Y-Mitarbeitern und der lokalen Bevölkerung, Vertretern des britischen Kolonialstaates und einer Vielzahl internationaler Akteure und bewertet deren Einfluss auf die Entstehung des modernen Indien. Im Gegenzug wird aufgezeigt, wie das Wissen und die Erfahrung, die die Y in Südasien erworben haben, die Außenpolitik, die Diplomatie und die Entwicklungsprogramme der USA in der Region ab Mitte der 1940er Jahre maßgeblich beeinflusst haben.
Durch die Untersuchung der vom YMCA ins Leben gerufenen "säkularen" Projekte wie neue Formen des Sports, philanthropische Bemühungen und Bildungsanstrengungen befasst sich The YMCA in Late Colonial India mit umfassenderen Fragen über die anhaltende Rolle der Religion in globalen Modernisierungsprozessen, die Anhäufung von amerikanischer Soft Power in Asien und die Verflechtung des amerikanischen Imperialismus mit anderen Kolonialreichen. Sie bietet eine ungewöhnlich reichhaltige Fallstudie, um zu untersuchen, wie die "globale Zivilgesellschaft" im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstand, wie sie mit der vorherrschenden imperialen Weltordnung zusammenhing und wie kulturelle Besonderheiten die Art und Weise beeinflussten, in der sie sich entfaltete.
Das Buch bietet neue Perspektiven auf die historische Entwicklung von Amerikas "moralischem Imperium", des christlichen Internationalismus und der Geschichte internationaler Organisationen im weiteren Sinne und gibt einen Einblick in die Geschichte Südasiens im Zeitalter des kolonialen Reformismus und der Dekolonisierung. Es zeigt, wie internationale Akteure in dieser entscheidenden Phase zur Gestaltung der südasiatischen Moderne beitrugen und ein bleibendes Erbe in der Region hinterließen.