Bewertung:

In den Rezensionen wird Stephen Fays „The Collapse of Barings“ als eine gut recherchierte und ausgewogene Darstellung des berüchtigten, von Nick Leeson verursachten Zusammenbruchs der Barings Bank hervorgehoben. Das Buch wird wegen seines geordneten Stils und seines Mangels an Sensationslust geschätzt und spricht diejenigen an, die sich für Bankenregulierung und Finanzgeschichte interessieren.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert
⬤ ausgewogene Darstellung der Ereignisse
⬤ ohne Sensationslust der Boulevardpresse
⬤ organisierter Schreibstil
⬤ wertvoll für Studenten und Fachleute im Bankwesen
⬤ bietet Einblicke in historische und systemische Fragen im Finanzwesen.
Einige Leser könnten die Konzentration des Buches auf historische Ereignisse als weniger fesselnd empfinden; es fehlen visuelle Elemente wie Fotos, die einige vielleicht bevorzugen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Collapse of Barings
Im Februar 1995 geschah das Undenkbare: eine der ältesten und angesehensten Handelsbanken Londons ging in Konkurs. Die Geschichte, dass der "abtrünnige" Barings-Händler Nick Leeson bei Spekulationen im Fernen Osten Hunderte von Millionen Pfund verloren hatte, machte weltweit Schlagzeilen.
Leeson, der des Betrugs in großem Stil beschuldigt wurde, wehrte sich zunächst vehement dagegen, in Singapur vor Gericht gestellt zu werden, wurde dann aber schließlich von seinem Gefängnis in Frankfurt dorthin gebracht. Im Dezember 1995 bekannte er sich schuldig - und der Prozess begann und endete innerhalb von zwei Tagen. Infolgedessen wurde die Anklage gegen Leeson nicht verhandelt.
Was geschah wirklich, um den Untergang der "Bank der Königin" herbeizuführen, und wer war tatsächlich dafür verantwortlich? In The Collapse of Barings untersucht Stephen Fay die Fakten hinter den Schlagzeilen und entdeckt ein geschlossenes Netzwerk aus Privilegien, Gier und Inkompetenz.
In dem sich rasch verändernden globalen Finanzsystem verließen sich die Direktoren von Barings auf Leute, die sie kaum kannten - wie Nick Leeson -, um ihr Vermögen auf Märkten zu machen, die sie nicht vollständig verstanden, wie SIMEX in Singapur. Der Gipser-Sohn aus Watford war noch Mitte zwanzig, als er zum Goldjungen von Barings aufstieg und behauptete, in einer Woche zehn Millionen Dollar Gewinn gemacht zu haben.
Seine Londoner Chefs sahen tatenlos zu, wie eine Kultur der Spekulation wuchs, die sie schließlich zerstörte und das Gesicht des Londoner Finanzzentrums veränderte.