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Second Death: Theatricalities of the Soul in Shakespeare's Drama
Beleuchtet unser Verständnis der Seele als historisch und philosophisch vitales Konzept durch das Drama von Shakespeare.
Second Death versucht, unser Verständnis der Seele als philosophisch tiefgründiges, theoretisch radikales und letztlich - und kontraintuitiv - theatralisch realisiertes Konzept neu zu beleben. Das Buch vertritt die These, dass das Werk Shakespeares, wenn es in enger Verbindung mit den kulturellen und religiösen Schriften der frühen Neuzeit gelesen wird, uns hilft, die historische Stellung der Seele als ein mächtiges Paradoxon zu verstehen: Sie war wesentlich für die Etablierung des Menschseins, widersetzte sich aber einer klaren Darstellung. Auf der Grundlage aktueller kritischer Theorien und umfangreicher historischer Forschungen untersucht Second Death Werke des Shakespeare-Dramas, darunter Der Kaufmann von Venedig, Coriolanus und Das Wintermärchen, um zu zeigen, dass die Seele nicht einfach nur unfähig war, verstanden oder physisch realisiert zu werden, sondern dass sie sich in komplexen und subtilen Formen der Darstellung ausdrückte. Dieses Buch bietet neue Möglichkeiten, Identität, Theater und Spiritualität in Shakespeares Zeit und in der unseren zu betrachten.
Hauptmerkmale.
Vermittelt ein Verständnis der Seele nicht nur als religiöses, kulturelles und literarisches, sondern auch als theatralisches Konzept.
⬤ Erörtert die Genealogie der philosophischen und theologischen Traditionen, die die Stellung der Seele in der frühen Neuzeit bestimmen, von Platon bis zum Protestantismus.
⬤ Enthält neue Lesarten von Schlüsselwerken des Shakespeare-Dramas sowie umfangreiche Analysen anderer Shakespeare-Stücke (King Lear, Hamlet) und anderer frühneuzeitlicher Werke (von John Donne, Christopher Marlowe, John Foxe, John Stow, Thomas Middleton, John Milton und anderen)
⬤ stellt neue interdisziplinäre Verbindungen zwischen Theaterwissenschaft, Shakespeare, kritischer Theorie und Religionswissenschaft her.