Derrida nach dem Ende der Schrift: Politische Theologie und Neuer Materialismus

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Derrida nach dem Ende der Schrift: Politische Theologie und Neuer Materialismus (Clayton Crockett)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine interdisziplinäre Erkundung der Philosophie von Jacques Derrida, die vor allem in modernen Kontexten durch Verbindungen mit verschiedenen Denkern und Bereichen, einschließlich Theologie und Quantenphysik, Resonanz findet. Es weitet Derridas Konzept der Dekonstruktion über die Sprache hinaus auf die materielle Realität aus und geht dabei auf die Bereiche Politik, Wissenschaft und Religion ein.

Vorteile:

Das Buch bietet eine umfassende und interdisziplinäre Perspektive auf Derrida und verknüpft seine Gedanken mit zeitgenössischen Fragen der Philosophie, des Materialismus und der Quantenphysik. Es setzt sich erfolgreich mit einer Reihe von Denkern auseinander, bietet tiefe Einblicke in komplexe Ideen wie die ontologische Unbestimmtheit und bewahrt die Relevanz von Derridas Ideen im aktuellen Diskurs.

Nachteile:

Der Inhalt kann für Leser, die mit dem philosophischen Jargon oder den Feinheiten von Derridas Theorien nicht vertraut sind, eine Herausforderung darstellen. Der dichte und abstrakte Charakter des Themas kann den Zugang zu einem breiteren Publikum einschränken.

(basierend auf 1 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Derrida After the End of Writing: Political Theology and New Materialism

Inhalt des Buches:

Was ist von Jacques Derridas berühmter Behauptung zu halten, dass "jeder andere jeder andere ist", wenn der andere auch ein Objekt, ein Stein oder ein Elementarteilchen sein könnte? Derridas Philosophie ist nicht nur für die ethische Sprache des Menschen und die Tierwelt von Bedeutung, sondern auch für tiefgreifende Entwicklungen in den Physik- und Naturwissenschaften sowie in der Ökologie.

Derrida nach dem Ende des Schreibens argumentiert für die Bedeutung einer Lektüre von Derridas späterem Werk aus einer neuen materialistischen Perspektive. Im Gespräch mit Heidegger, Lacan und Deleuze und in kritischer Auseinandersetzung mit neueren Philosophien des spekulativen Realismus und der objektorientierten Ontologie behauptet Crockett, dass Derrida nie ein sprachlicher Idealist war. Darüber hinaus ändert sich in seiner späteren Philosophie etwas, das nicht einfach als "Wende" bezeichnet werden kann. In Catherine Malabous Worten: Es findet eine Verschiebung von einem motorischen Schema des Schreibens zu einem motorischen Schema der Plastizität statt.

Crockett untersucht einige der Implikationen, die sich ergeben, wenn man Derrida durch die neue materialistische Linse der Technizität oder Plastizität interpretiert und dabei auf die Bedeutung von Ethik, Religion und Politik in seinem späteren Werk achtet. Indem er Derrida aus einer neuen materialistischen Perspektive heraus liest, bietet Crockett neue Lesarten seiner Ideen von Souveränität, Religion, Verantwortung und Trauer. Diese neuen Lesarten führen zu einer fruchtbaren Auseinandersetzung mit den Denkern, die auf Derrida gefolgt sind, darunter Malabou, Timothy Morton, John D. Caputo und Karen Barad.

Dies ist eine neue Lesart von Derrida, die über das konventionelle Verständnis von Poststrukturalismus und Dekonstruktion hinausgeht, eine Lesart, die auf einige der entscheidenden Entwicklungen, die die Geisteswissenschaften heute prägen, eingeht und sie kritisch betrachtet.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780823277841
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2017
Seitenzahl:200

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