Bewertung:

Das Buch erforscht die Beziehung zwischen Mensch und Natur durch eine radikale theologische Linse und betont die Bedeutung des spirituellen Verständnisses bei der Bewältigung der Klimakrise. Der Autor setzt sich intensiv mit Konzepten aus Biologie und Physik auseinander, wobei er sich letztlich auf die Energie als Kern der Existenz konzentriert, aber die Komplexität der Materie könnte einige Leser herausfordern.
Vorteile:Das Buch bietet einen neuen Blick auf die Spiritualität im Zusammenhang mit der Natur, ermutigt zu einem notwendigen Wandel des Verständnisses im Hinblick auf die Klimaproblematik und bietet tiefe Einblicke in die Natur der Realität.
Nachteile:Das Buch ist komplex und könnte für Leser ohne einen ausgeprägten wissenschaftlichen Hintergrund eine Herausforderung darstellen, was es möglicherweise schwierig macht, die Argumente des Autors vollständig zu erfassen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Energy and Change: A New Materialist Cosmotheology
Da die Menschheit die Ressourcen unseres Planeten weiterhin in einem unhaltbaren Tempo verbraucht, brauchen wir nicht nur neue und erneuerbare Energieformen, sondern auch ein neues Verständnis von Energie selbst. Clayton Crockett bietet eine innovative Energiephilosophie, die eine Reihe von Spitzendisziplinen einbezieht. Auf der Grundlage zeitgenössischer Philosophien des Neuen Materialismus, nicht-westlicher Traditionen und der Wissenschaften entwickelt er eine umfassende Vision von Energie als einem materiellen Prozess, der Physik, Biologie, Politik, Ökologie und Religion umfasst.
Crockett vertritt die Ansicht, dass Veränderung die Grundlage der materiellen Realität ist, die sich unaufhörlich selbst organisiert. Wir können die Auswirkungen der Energie in den Vorgängen der natürlichen Selektion ebenso beobachten wie in den menschlichen Gesellschaften. Materie und Energie sind keine Gegensätze, sondern vielmehr Ausdruck dafür, wie Veränderung im Universum funktioniert. Letztlich, so argumentiert Crockett, können wir uns Gott weder als Gottheit noch als Wesen vorstellen, sondern als das Prinzip der Veränderung.
Energie und Wandel stützt sich auf modernste theoretische Diskurse in der Thermodynamik, den Wissenschaftsstudien, den Energie-Humanwissenschaften, der Systemtheorie, der kontinentalen Philosophie und der radikalen Theologie sowie auf Theoretiker wie Gilles Deleuze, Catherine Malabou, Slavoj Zizek, Karen Barad, Bruno Latour und Kojin Karatani sowie auf Ideen über Spiritualität, Gesellschaft und Natur aus indianischen, Vodou- und neokonfuzianischen Traditionen. Dieses Buch ist ein grundlegendes Werk der neumaterialistischen Religionsphilosophie und bietet überzeugende neue Einsichten in die Struktur des Kosmos und unseren Platz darin.