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Dialectical Anatomy of the Eucharist
Jahrhundertelang hat die christliche Theologie die Eucharistie im Sinne der Metaphysik oder in Ablehnung derselben verstanden. Heute hat sich die Möglichkeit eröffnet, sich das Sakrament mit Hilfe der phänomenologischen Methode vorzustellen, was zu einem neuen theologischen Leben und Sinn führt.
In Dialektische Anatomie der Eucharistie führt Donald Wallenfang eine nachhaltige Analyse der Eucharistie durch die Öffnung der Phänomenologie durch, schließt die Studie jedoch mit poetischen und metaphysischen Wendungen ab. Unter Einbeziehung der Arbeiten von Jean-Luc Marion, Paul Ricoeur und Emmanuel Levinas schlägt Wallenfang bahnbrechende Ideen für die zeitgenössische Sakramententheologie vor, die weitreichende Auswirkungen auf den interreligiösen Dialog haben. Durch das Anzapfen der verschiedenen Strömungen innerhalb der jüdisch-christlichen Tradition - jüdisch, katholisch, orthodox und protestantisch - wird ein radikales Argument entwickelt, das die Spannung zwischen ihnen allen nutzt.
Dabei werden mehrere neue Grenzen erkundet: die dialektische Theologie, eine vierte phänomenologische Reduktion, die Phänomenologie der menschlichen Person, die Poetik der Eucharistie und eine Neuinterpretation des Konzepts der Gabe als Gespräch. Insgesamt bringt Wallenfang die jüngsten Debatten über die Beziehung zwischen Phänomenologie und Theologie voran, indem er einen unheimlichen Ausweg aus den sich abzeichnenden Sackgassen der philosophischen Theologie aufzeigt: die Rückkehr zum Kampf.