Bewertung:

Reckoning With Rebellion von Aaron Sheehan-Dean bietet eine vergleichende Analyse des amerikanischen Bürgerkriegs mit anderen bedeutenden Konflikten des 19. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Das Buch betont die Verflechtung der globalen Kämpfe um die nationale Identität und wie sie sich gegenseitig beeinflussten. Es stellt traditionelle Interpretationen des Amerikanischen Bürgerkriegs in Frage, indem es internationale Zusammenhänge und Ergebnisse untersucht und eine solide, gut recherchierte Perspektive auf die Epoche bietet.
Vorteile:Das gut recherchierte und aufschlussreiche Buch bietet eine einzigartige Perspektive auf den Amerikanischen Bürgerkrieg und stellt Verbindungen zu anderen globalen Konflikten her. Es ist fesselnd und gut lesbar und enthält wertvolle Anekdoten, politische Karikaturen und eine hilfreiche Bibliographie. Die Argumente des Autors regen zu weiteren Studien an und leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis dieser historischen Periode.
Nachteile:Das Buch gilt als teuer, was einige Leser abschrecken könnte. Der akademische Charakter des Buches könnte auch für diejenigen, die keine Vorkenntnisse haben, eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Reckoning with Rebellion: War and Sovereignty in the Nineteenth Century
Reckoning with Rebellion ist eine innovative globale Geschichte des Amerikanischen Bürgerkriegs und vergleicht und kontrastiert die amerikanische Erfahrung mit anderen zivilen und nationalen Konflikten, die fast zur gleichen Zeit stattfanden - dem indischen Aufstand von 1857, dem polnischen Aufstand von 1863 und dem Taiping-Aufstand in China. Aaron Sheehan-Dean zeigt überraschende neue Verbindungen zwischen diesen historischen Momenten auf drei Kontinenten auf.
Sheehan-Dean zeigt, dass die Aufständischen rund um den Globus oft auf eine irreguläre Kriegsführung zurückgriffen und von den herrschenden Mächten als Kriminelle, Meuterer oder Rebellen abgestempelt wurden. Er zeigt Gemeinsamkeiten zwischen den Vereinigten Staaten, dem britischen, dem russischen und dem chinesischen Imperium auf - allesamt große und ehrgeizige Staaten, die bereit waren, Gewalt anzuwenden, um ihre Autorität zu erhalten. Diese Mächte waren auch in der Lage, die Art und Weise zu kontrollieren, wie diese Konflikte beschrieben wurden, und beeinflussten so die Wahrnehmung durch das Ausland und die Entscheidung, ob sie sich zum Eingreifen entschlossen.
Auch wenn die Geschichten dieser Konflikte heute getrennt voneinander erzählt werden, so Sheehan-Dean, verstanden die Beteiligten sie doch in ihrer Beziehung zueinander. Wenn Unionsvertreter die Sezession verurteilten, verwiesen sie auf die Gewalt, die durch den Indianeraufstand ausgelöst worden war.
Als die Konföderierten Abraham Lincoln als Tyrannen anprangerten, verglichen sie ihn mit Zar Alexander II. Sheehan-Dean zeigt, dass die Ursachen und Probleme des Bürgerkriegs auch globale Probleme waren, und verdeutlicht die wichtigen Paradigmen, die im Zeitalter der Nationenbildung des 19. Jahrhunderts am Werk waren.
Ein Band in der Reihe Frontiers of the American South, herausgegeben von William A. Link.