
Accenting the Classics: Editing European Music in France, 1915-1925
Bringt neue Einblicke in die Musik bekannter europäischer Komponisten, indem es eine faszinierende, wenig bekannte Geschichte über das französische Musikverlagswesen erzählt, insbesondere durch die Brille von Jacques Durands dition Classique. Französische Komponisten, Interpreten und Musikwissenschaftler fungierten als Herausgeber von europäischen „Klassikern“ des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts, hauptsächlich für Klavier.
Zu diesen Herausgebern gehörten Faur, Saint-Sans, Debussy, Ravel und Dukas; zu den Objekten ihrer Untersuchungen gehörten zentrale Werke von Rameau, Bach, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann und Chopin. Anhand von sechs Fallstudien von Komponisten und Herausgebern zeigt der Band, dass der französische „Akzent“, sowohl musikalisch als auch kulturell, auf diese vorwiegend österreichisch-deutsche Musik sehr unterschiedlich war. Die Reaktionen der Herausgeber reichen von wissenschaftlichen Ansätzen bis hin zu solchen, die von Aufführungs- oder Kompositionsabsichten geleitet werden, und von gesamteuropäischen bis hin zu stark patriotischen Haltungen.
Dabei ergeben sich interessante Überschneidungen zwischen alten und neuen sowie zwischen französischen und gesamteuropäischen Kanons. Über die Herausgabe hinaus untersucht das Buch die Rolle der Edition in Pädagogik und Aufführung, u.
a. durch die Pianisten Robert Casadesus und Yvonne Loriod, und in der Wiederbelebung der zeitgenössischen französischen Komposition, insbesondere im Hinblick auf Innovationen im Bereich des Neoklassizismus.
Das Buch ist für eine breite Leserschaft interessant, darunter Musikwissenschaftler, Interpreten und Konzertbesucher, Kulturhistoriker und andere Geisteswissenschaftler.