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The Work of Life Writing: Essays and Lectures
Das Schreiben von Lebenserinnerungen in seinen verschiedenen Formen leistet etwas, was andere Ausdrucksformen nicht tun; es bezieht sich auf die Welt in einer Weise, die sich von fantasievollen Gattungen wie Fiktion, Drama und Poesie unterscheidet; es wirkt in und auf die Geschichte in bedeutender Weise ein.
Memoiren über Krankheit und Behinderung versuchen oft, die Bedingungen, über die sie berichten, zu entpathologisieren. Memoiren von Eltern durch ihre Kinder erweitern oder verändern Beziehungen, die ursprünglich von Angesicht zu Angesicht im Elternhaus entstanden sind.
In einer Zeit, in der Memoiren und andere Formen des Schreibens über das Leben in noch nie dagewesener Zahl produziert und konsumiert werden, erinnert dieses Buch die Leser daran, dass Memoiren nicht in erster Linie ein "literarisches" Genre oder reine Unterhaltung sind. Ebenso sind Briefe nicht nur Epiphänomene unseres "wirklichen Lebens". Die Korrespondenz dient nicht nur der Kommunikation, sie schafft und erhält menschliche Beziehungen.
Memoiren sind wichtig, und in Briefen steckt Leben. Das Schreiben des Lebens entspringt unserem täglichen Leben und hat besondere Auswirkungen auf dieses und die Kultur, in der wir leben.