
United States Foreign Policy in the Interwar Period, 1918-1941: The Golden Age of American Diplomatic and Military Complacency
Diese Studie gibt einen umfassenden Überblick über die wichtigsten politischen Maßnahmen und Persönlichkeiten der amerikanischen Diplomatie dieser Zeit und erörtert die jüngste Geschichtsschreibung auf diesem Gebiet.
Zwei Jahrzehnte lang, zwischen den beiden Weltkriegen, verfolgte Amerika einen außenpolitischen Kurs, der laut Rhodes kurzsichtig und egozentrisch war. In dem Glauben, der Erste Weltkrieg sei ein Irrtum gewesen, unterzeichneten die Amerikaner kurzerhand Abrüstungsverträge und einen Pakt, in dem sie dem Krieg abschworen, während sie solche Unannehmlichkeiten wie Durchsetzungsmechanismen oder die Teilnahme an internationalen Organisationen vermieden.
Selbstgefällige moralische Überlegenheit, Sparzwang und na vet führten letztlich dazu, dass die amerikanischen Streitkräfte vernachlässigt wurden, während sich potenzielle Rivalen bis an die Zähne bewaffneten. Im Gegensatz zum dynamischen Elan des New Deal in der Innenpolitik war die Außenpolitik unter Franklin D. Roosevelt oft durch mangelnde Klarheit und - aus Roosevelts Furcht vor Isolationisten und Pazifisten - durch Erklärungen des Präsidenten gekennzeichnet, die häufig ausweichend, unvollständig oder bewusst irreführend waren.
Einer der wenigen Erfolge dieser Zeit war die von beiden Parteien getragene Politik der guten Nachbarn, die sich wirtschaftlich und strategisch als weitsichtig erwies. Rhodes lobt Cordell Hull als den herausragenden Außenminister der damaligen Zeit, dessen Urteilsvermögen oft zielgerichteter war als das anderer Mitarbeiter des Außenministeriums und der Exekutive.