Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
The Moving Statues of Seventeenth-Century Amsterdam: Automata, Waxworks, Fountains, Labyrinths
Dieses Buch öffnet ein Fenster zu einem faszinierenden und wenig erforschten Aspekt der visuellen, materiellen, intellektuellen und kulturellen Geschichte des Amsterdams des 17. Jahrhunderts: die Rolle, die die Gasthäuser und Tavernen, insbesondere die Doolhoven, spielten.
Doolhoven waren eine Art Labyrinth, das es nur im frühneuzeitlichen Amsterdam gab. Diese Gasthäuser mit Schankerlaubnis boten nicht nur Übernachtungsmöglichkeiten, sondern beherbergten in ihren Gärten und Galerien auch bemerkenswerte Kunstwerke. Die Hauptattraktionen waren erfinderische mechanische Figuren (Automaten) und eine berühmte Reihe von Wachsfigurenporträts der Herrscher des protestantischen Europas. Die Doolhoven-Ausstellungen wurden als die innovativsten in Amsterdam gezeigten Kunstwerke angepriesen und präsentierten die Handelsstadt als ein globales Zentrum des künstlerischen und technologischen Fortschritts. Dieser stimmungsvolle Rundgang durch die Doolhoven-Gärten, in denen sich Trinken, Unterhaltung und Wissenserwerb mit der lebendigen Präsentation animierter Artefakte vermischten, zeigt, dass die Exponate eine starke und transformative Wirkung auf die Besucher ausübten, die sie zur protestantischen Reform bewegte.
Das gründlich recherchierte und ausgesprochen originelle Buch The Moving Statues of Seventeenth-Century Amsterdam (Die beweglichen Statuen im Amsterdam des 17. Jahrhunderts) fördert eine Fülle von Informationen über diese fast vergessenen öffentlichen Vergnügungsparks zutage und ordnet sie in die Populärkultur, die religiösen Kontroversen, die globalen Handelsbeziehungen und die intellektuellen Debatten des siebzehnten Jahrhunderts ein. Das Buch wird insbesondere Wissenschaftler der Kunstgeschichte und der Frühen Neuzeit ansprechen.