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The Letters of Peter Damian, 151-180
Dieser Band schließt die Reihe der Briefe von Peter Damian in englischer Übersetzung ab. Unter den Briefen 151-180 finden die Leser einige von Damians leidenschaftlichsten Ermahnungen im Namen der eremitischen Ideale.
Dazu gehört Brief 152, in dem Damian seine Praxis der Aufnahme von Mönchen, die ihre zenobitischen Gemeinschaften verlassen haben, in das eremitische Leben als mit Geist und Buchstaben der Benediktsregel übereinstimmend verteidigt. In Brief 153 ermutigt Damian die Mönche von Pomposa, über die in der Regel des heiligen Benedikt festgelegten Mindeststandards hinauszugehen und die höhere und anspruchsvollere eremitische Berufung anzunehmen. Im Brief 165, der an den Einsiedler Albizo und den Mönch Petrus gerichtet ist, zeigt Damian auch die Bedeutung des monastischen Lebens für die Welt auf: Weil die Integrität des monastischen Berufes geschwächt ist, ist die Welt noch tiefer in einen Abgrund von Sünde und Verderbnis gefallen und stürzt kopfüber ins Verderben.
Die Mönche und Einsiedler sollen sich in die Klostermauern zurückziehen, während draußen die Ankunft des Antichristen bevorzustehen scheint. Nur von ihren Mauern aus können sie richtige Beispiele für Frömmigkeit und Heiligkeit geben, die die Welt als Ganzes verändern können.
Damian war auch bestrebt, den moralischen Zustand der größeren Kirche anzusprechen. Brief 162 ist der letzte von Damians vier Traktaten, in denen er die Klerikerehe (Nikolaitismus) verurteilt.
Damians Verurteilung des Nikolaitismus bildete auch die Grundlage für seine Ablehnung von Cadalus, dem Gegenpapst Honorius II. (siehe Briefe 154 und 156), der die kirchliche Ehe unterstützen sollte, und warf ihn somit in das Zentrum eines kirchenpolitischen (und kaiserlichen) Sturms, aus dem Damian sich nie ganz befreien konnte.