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The Letters of Peter Damian, 91-120
Dieser fünfte Band der Mediävistischen Fortsetzungsreihe ist der vierte der Briefe von Petrus Damian, einem Mönch und Literaten des elften Jahrhunderts. Die Briefe, die in den Jahren 1062-1066 geschrieben wurden, befassen sich mit einer Vielzahl von Themen.
Einige Briefe sind von historischem Interesse, andere haben fast den Umfang einer philosophischen oder theologischen Abhandlung. Damians Korrespondenten reichen von einfachen Einsiedlern in seiner Gemeinschaft bis hin zu Äbten, Bischöfen, Kardinälen und sogar zu Papst Alexander II. Unter den Briefen finden sich einer an den Patriarchen von Konstantinopel, zwei an Damians Schwestern, einer an die Kaiserin Agnes und sogar einige an so entfernte Persönlichkeiten wie den jungen König Heinrich IV.
und den Erzbischof Anno von Köln. Wie seine Mitstreiter nutzt auch dieser Band Damians Gedanken zum Verständnis einer wichtigen und spannenden Periode in der Geschichte von Kirche und Staat.
Der bedeutendste Brief in dieser Sammlung ist zweifellos Brief 119, der 1063 an Abt Desiderius von Monte Cassino und seine Mönche geschrieben wurde und die Allmacht Gottes zum Thema hat. Damians Abhandlung über die göttliche Allmacht, die hier zum ersten Mal ins Englische übersetzt wurde, zeigt, dass er sowohl die theologische als auch die philosophische Methodik beherrscht. Seine Gegner sind zeitgenössische Rhetoriker, die sich durch die Leugnung der totalen Macht Gottes im Umgang mit den Zufälligkeiten seiner Geschöpfe in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dem Vorwurf der Häresie aussetzen.
Obwohl Damians Vokabular häufig die kombinierten Wörterbuchressourcen des klassischen, patristischen und mittelalterlichen Lateins herausfordert, garantiert Owen J. Blums sorgfältige Übersetzung die Weitergabe von Damians Gedankengut an alle Lesergruppen in der ganzen Welt.