Bewertung:

Das Buch bietet eine neue Kapitalismuskritik, die seine theoretischen Grundlagen und emotionalen Aspekte untersucht. Es zeichnet sich durch seine Komplexität und theoretische Tiefe aus, insbesondere in der ersten Hälfte, während die zweite Hälfte zugänglicher und historischer wird. Einige Leser schätzen die Einblicke in die kulturelle Wahrnehmung von Geld und Kapitalismus, auch wenn der anfängliche akademische Jargon für manche eine Herausforderung sein mag.
Vorteile:⬤ Bietet eine zum Nachdenken anregende Kapitalismuskritik
⬤ liefert eine tiefgreifende theoretische Analyse
⬤ wird in der zweiten Hälfte lesbarer
⬤ regt zum Nachdenken über die emotionalen Dimensionen von Wirtschaftssystemen an
⬤ nützlich für akademisches Schreiben und Diskussionen.
Die erste Hälfte ist sehr theoretisch und könnte einige Leser abschrecken; enthält akademischen Jargon, der für diejenigen, die damit nicht vertraut sind, ein Hindernis darstellen könnte.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Emotional Logic of Capitalism: What Progressives Have Missed
Der kapitalistische Markt, so beklagen die Progressiven, ist ein kaltes Monster: Er zerreißt soziale Bindungen, untergräbt emotionale Bindungen und zwingt eine abstrakte utilitaristische Rationalität auf.
Was aber, wenn solche heiligen Kritiken völlig irreführend sind? In diesem Buch wird argumentiert, dass die Produktion neuer Quellen des Glaubens und der Verzauberung für die Dynamik der kapitalistischen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist. Unverkennbar säkulare Muster der Anziehung und Bindung verleihen modernen Institutionen eine Bindungskraft, die traditionelleren Herrschaftsformen nicht zur Verfügung stand.
Indem er seinen alternativen Ansatz durch eine Auseinandersetzung mit der Semiotik des Geldes und der Genealogie der Ökonomie ausarbeitet, legt Martijn Konings den emotionalen und theologischen Gehalt des Kapitalismus frei, um die paradoxen Quellen des Zusammenhalts und der Legitimität, über die er verfügt, zu verstehen. Bei der Entwicklung dieser Perspektive stützt er sich auf pragmatistisches Denken, um die marxistische Kapitalismuskritik zu überarbeiten und neu zu beleben.