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Making the Renaissance Man: Masculinity in the Courts of Renaissance Italy
Ein Blick über die marmorne Eleganz von Michelangelos David hinaus auf die kämpferische, leidenschaftliche und - für die Gesellschaft - wichtige Geschichte der Männlichkeit in der Renaissance.
Making the Renaissance Man erforscht die Bilder, Objekte und Erfahrungen, die Männer und Männlichkeit an den Höfen des fünfzehnten Jahrhunderts in Italien prägten. Überall auf der Halbinsel kämpften italienische Fürsten in erbitterten Schlachten und spektakulären Turnieren gegeneinander, verführten Mätressen, stellten ihre Pracht in aufwendigen Ritterritualen zur Schau und demonstrierten ihr Können bei der Jagd - alles ostentative Darbietungen von Männlichkeit und Herrschaftsstreben.
Diese Aktivitäten waren kein frivoler Zeitvertreib, sondern ein wesentlicher Ausdruck von Privilegien und Potenz; in der Tat lag der kulturellen Fassade der italienischen Renaissance Gewalt zugrunde. Timothy McCall untersucht die Darstellungen und Ideale von Männlichkeit in dieser Zeit und liefert eine historisch fundierte und prächtig illustrierte Darstellung, wie männliche Identität und Sexualität in einem Jahrhundert, das für die Entstehung des frühmodernen Europas entscheidend war, Macht verkündeten.