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Brilliant Bodies: Fashioning Courtly Men in Early Renaissance Italy
Die italienische Hofkultur des fünfzehnten Jahrhunderts war ein goldenes Zeitalter mit schillernden Fürsten, prächtigen Oberflächen und leuchtenden Bildern, die die Fürsten von der (buchstäblich) glanzlosen Masse abhoben. In Brilliant Bodies beschreibt und interpretiert Timothy McCall die Glitterati der Renaissance - prächtig gekleidete und geschmückte Männer - und zeigt, wie charismatische Körper im Palazzo und auf der Piazza das Publikum verführten und die Macht materialisierten.
An den italienischen Höfen des fünfzehnten Jahrhunderts wurden die Männer zur Schau gestellt. Hier waren Männer Pfaue, die mit schillernden Brokaten, glänzenden Rüstungen, funkelnden Juwelen und glitzernden Schwertern, Sporen und Pailletten die Aufmerksamkeit auf sich zogen. McCalls Untersuchung dieser spektakulären Männlichkeiten stellt weit verbreitete Annahmen über angemessene männliche Zurschaustellung und Verzierung in Frage. Anhand von überlieferten Objekten, visuellen Darstellungen in einer Vielzahl von Medien und einer Vielzahl von primären Textquellen argumentiert McCall, dass die männliche Kleidung der Renaissance ein politisches Phänomen war, das Macht und patriarchale Autorität ausdrückte. Brilliant Bodies beschreibt und rekontextualisiert die technische Konstruktion und die kulturellen Bedeutungen von Kleidung, wirft einen kritischen Blick auf die komplexen und verschlungenen Beziehungen zwischen Körper und Kleidung und erforscht die Verhandlungen zwischen Herstellern, Trägern und Materialien.
Diese bahnbrechende Studie über Männlichkeit stellt einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der männlichen Ornamentik und Mode dar, indem sie eine Zeit untersucht, in der die öffentliche Zurschaustellung prächtiger Männer nicht nur die Autorität unterstützte, sondern auch konstituierte. Das Buch richtet sich sowohl an Spezialisten der Kunst- und Modegeschichte als auch an Wissenschaftler, die sich mit den Überschneidungen von Geschlecht und Politik im Italien des Quattrocento beschäftigen.