Bewertung:

Das Buch bietet eine gut recherchierte und fesselnde Darstellung der afroamerikanischen Pioniere in Seattle und des historischen Kontextes der marginalisierten Gemeinschaften in der Stadt. Es wird für seine Zugänglichkeit und die durchdachte Erforschung komplexer sozialer Themen geschätzt und ist daher sowohl für Wissenschaftler als auch für allgemeine Leser geeignet.
Vorteile:Es ist gut recherchiert, fesselt die Leser mit einem zugänglichen Schreibstil, erfasst die Geschichte der marginalisierten Gemeinschaften, bietet verschiedene Perspektiven auf soziale Themen und enthält umfangreiche Fußnoten für weiterführende Literatur.
Nachteile:Einige Leser könnten aufgrund des Titels einen engeren Fokus erwarten, und der wissenschaftliche Charakter könnte für diejenigen, die eine reine Gelegenheitslektüre suchen, nicht attraktiv sein.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Forging of a Black Community: Seattle's Central District from 1870 through the Civil Rights Era
Jahrhunderts war das schwarze Seattle gleichbedeutend mit dem Central District, einem vier Quadratkilometer großen Gebiet in der Nähe des geografischen Zentrums der Stadt. Quintard Taylor untersucht die Entwicklung dieser Gemeinde von den ersten wenigen Bewohnern in den 1870er Jahren bis zu einer Bevölkerung von fast vierzigtausend im Jahr 1970.
Mit Ereignissen wie dem massiven Zuzug von Afroamerikanern aus dem ländlichen Raum zu Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem Wandel der afroamerikanischen Gemeindeführung in den 1960er Jahren von einer integrationistischen zu einer "Black Power"-Haltung nimmt Seattle nationale Trends sowohl vorweg als auch spiegelt sie wider. Somit befasst sich das Buch nicht nur mit einer bestimmten Stadt im pazifischen Nordwesten, sondern auch mit dem Prozess des politischen Wandels im schwarzen Amerika. Der erste schwarze Einwohner Seattles war ein Seemann namens Manuel Lopes, der 1858 ankam und der erste Barbier der kleinen Gemeinde wurde.
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts konzentrierte sich das schwarze Leben in Seattle im Central District, einem vier Quadratkilometer großen Gebiet östlich der Innenstadt. Das schwarze Seattle war jedoch nie ein Monolith.
Während der Weltkriege, der wirtschaftlichen Auf- und Abschwünge und der Bürgerrechts- und Black-Power-Bewegungen der 1960er Jahre verhandelte die afroamerikanische Gemeinschaft gruppeninterne Konflikte und wandte unterschiedliche Methoden an, um gegen die Rassenungerechtigkeit anzugehen. Trotz dieser Unterschiede teilte die Gemeinschaft eine ausgeprägte afroamerikanische Kultur und ein schwarzes städtisches Ethos.
Mit einem neuen Vorwort und Nachwort ist diese zweite Auflage von The Forging of a Black Community ein unverzichtbarer Beitrag zum Verständnis der Geschichte und Gegenwart der größten schwarzen Gemeinde im pazifischen Nordwesten.