
The Essence of Wildness: Lessons from Bison
In einem früheren Buch: American Plains Bison: Rewilding An Icon" befasste sich Bailey mit der Frage zwischen heimischen und wilden Bisons. Er kommt zu dem Schluss, dass Wildheit mehr als nur eine romantische Vorstellung ist, und liefert eine Definition von Wildheit auf der Grundlage von Populationsgenetik und Evolutionsbiologie.
Der Grad der Wildheit hängt vom Vorherrschen der natürlichen Selektion ab, ein Kriterium, das messbar und in der Praxis des Wildtiermanagements anwendbar ist. Bailey vertritt die Ansicht, dass Wildheit die am meisten ignorierte Eigenschaft von Wildtieren ist, die in den meisten Wildtiergesetzen nicht anerkannt und bei der Bewirtschaftung kaum berücksichtigt wird. Mit Schwerpunkt auf großen Säugetieren stellt er zwölf Kategorien gängiger Managementpraktiken fest, die die natürliche Auslese schwächen oder ersetzen.
Bailey beabsichtigt, den meisten Besitzern amerikanischer Wildtiere ein akademisches Thema zu vermitteln, d.
h. jedem, der einen guten Biologiekurs besucht hat.
Er erörtert die Quellen der genetischen Vielfalt in Wildtierpopulationen und die selektiven und zufälligen Prozesse, die die Populationsgenetik verändern können. Anschließend veranschaulicht er diese Wechselwirkungen und stellt fest, wie die natürliche Selektion für Wildheit ersetzt oder abgeschwächt werden kann, insbesondere in Populationen, die nicht groß sind oder nicht in großen, vielfältigen Lebensräumen leben. Bailey schließt mit einem Plädoyer für mehr und bessere Beispiele von Wildheit in der zunehmend domestizierten Umwelt Nordamerikas.
Jim Bailey war 20 Jahre lang Professor für Wildtierbiologie an der Colorado State University. Sein erstes Buch war Principles of Wildlife Management. Sein kürzlich erschienenes Buch über American Plains Bison führte zu einer Neubewertung des Einflusses des Wildtiermanagements auf die Wildheit großer Säugetiere, Ideen, die in The Essence of Wildness eingehender untersucht werden.