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Pandora's Trap: Presidential Decision Making and Blame Avoidance in Vietnam and Iraq
Wie wichtig sind die Persönlichkeit und der Führungsstil des Präsidenten für außenpolitische Entscheidungen? Um diese Frage zu beantworten, nimmt Thomas Preston die Leser mit in den Entscheidungsfindungsprozess der Bush-Administration und die Nutzung von Geheimdienstinformationen, um besser zu verstehen, wie Regierungsbeamte den Irak-Krieg rechtfertigten - und wie sie versuchten, die Schuld für die Folgen ihres Handelns zu vermeiden.
Auf der Grundlage ausführlicher Interviews mit wichtigen Beamten der Bush- und Johnson-Administration bietet Preston Studenten der amerikanischen Außenpolitik, der präsidialen Entscheidungsfindung, der Dynamik der Schuldvermeidung und zukünftigen Praktikern eine eingehende Untersuchung darüber, wie die Persönlichkeit des Präsidenten und sein Führungsstil Bushs zentrales außenpolitisches Versagen beeinflusst haben. Darüber hinaus setzt sich Preston kritisch mit den oft zitierten Vergleichen zwischen dem Irak und Lyndon Johnsons Führungsstil während des Vietnamkriegs auseinander und untersucht, wo die Analogie passt und welche wichtigen Unterschiede bestehen.
Er zeigt, wie der Stil beider Präsidenten ihre Führungsschwächen in diesen Fällen noch verschlimmerte und wo die Grenzen der Strategien zur Vermeidung von Schuldzuweisungen liegen. Wichtig ist, dass das Buch eine warnende Geschichte für künftige Führungspersönlichkeiten darstellt, damit sie die langfristigen Folgen der Befriedigung ihrer kurzfristigen politischen Wünsche sorgfältiger abwägen, indem sie die Klappe zu jeder neuen Pandora-Falle öffnen.