Bewertung:

Das Buch erhält gemischte Kritiken. Einige Leser loben den faszinierenden historischen Inhalt und die hervorragende Erzählweise, andere kritisieren das fehlende Lektorat und die übermäßige Detailfülle, die das Leseerlebnis beeinträchtigt.
Vorteile:Viele Leser schätzen die faszinierende Thematik des Buches über die französische Résistance während des Zweiten Weltkriegs und beschreiben es als eine unglaubliche und schwer zu findende Geschichte. Das Buch befindet sich in einem sehr guten Zustand, auch wenn es gebraucht gekauft wurde.
Nachteile:Mehrere Rezensenten erwähnen erhebliche Probleme mit dem Lektorat des Buches und geben an, dass es zu viele Kleinigkeiten, verwirrende Rückblenden und unübersetzte Wörter enthält, was zu einem Mangel an Kohärenz und Engagement des Lesers führen kann. Einige haben beschädigte Exemplare erhalten, was ihr Gesamterlebnis beeinträchtigt hat.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
The French Resistance
"Was auch immer geschieht, die Flamme des französischen Widerstands darf und wird nicht erlöschen". Als Charles de Gaulle im Juni 1940 seine Radioansprache an die französische Nation beendete, müssen die Zuhörer eine Welle des Patriotismus gespürt haben, die mit Unsicherheiten verbunden war. Wer würde die Flamme in den dunklen Jahren der Besatzung am Brennen halten? Zu welchem Preis?
Olivier Wieviorka legt eine umfassende Geschichte der französischen Résistance vor, in der er ihre sozialen, politischen und militärischen Aspekte zusammenfasst und neue Einblicke in ihre Funktionsweise gewährt. Er beschreibt die Résistance von innen heraus und zeigt, dass es nicht nur eine Organisation gab, sondern viele ineinandergreifende Gruppen, die sich oft über Ziele, Methoden und Führung stritten. Er räumt mit hartnäckigen Mythen auf, darunter der Vorstellung, dass die Résistance als Reaktion auf die Ermahnungen der freien französischen Exilregierung von de Gaulle entstand. Die Résistance war einheimisch und entstand aus dem Boden der französischen Zivilgesellschaft. Die Widerstandskämpfer mussten im Kampf gegen die Nazis und das kollaborierende Vichy-Regime improvisieren. Sie hatten keinen Plan, dem sie folgen konnten, aber Widerstandskämpfer aus allen Gesellschaftsschichten und aus dem gesamten politischen Spektrum bildeten Netzwerke und organisierten Aktivitäten, die vom Zeitungsdruck über die Rettung abgestürzter Flieger bis hin zur Sabotage reichten. Obwohl die Résistance nie stark genug war, um die Deutschen offen zu bekämpfen, lieferte sie den Alliierten unschätzbare Informationen, richtete am D-Day hinter den feindlichen Linien Verwüstungen an und spielte eine Schlüsselrolle bei der Befreiung von Paris.
Wieviorka erschüttert das herkömmliche Bild eines geeinten Widerstands, der kein Interesse an politischer Macht hatte. Doch das Vermächtnis der Kämpfer, die dem Nationalsozialismus ohne mit der Wimper zu zucken trotzten, wird dadurch nicht geschmälert.