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Divided Memory: French Recollections of World War II from the Liberation to the Present
Frankreich hat den Zweiten Weltkrieg nicht in erster Linie als bewaffneten Konflikt erlebt, sondern vielmehr als Besatzung, Kollaboration, Widerstand und Verfolgung.
Seit dem Ende des Krieges kämpft Frankreich damit, diese Erfahrung zu verstehen und zu erinnern. In "Geteilte Erinnerung" erzählt Olivier Wieviorka, welche Rolle die Erinnerung an die Besatzung und die Résistance für die Wahrnehmung der Vergangenheit in verschiedenen Teilen der französischen Gesellschaft gespielt hat.
Er untersucht die Art und Weise, in der die Erinnerung politische und soziale Konflikte fokussieren kann. Jede Regierung seit dem Krieg hat einen anderen Ansatz gewählt, um mit diesen Erinnerungen umzugehen, und hat versucht, die öffentliche Meinung durch sie zu lenken. Charles de Gaulle versuchte, die Kollaboration mit Vichy zu überschreiben, indem er die Geschichte eines französischen militärischen Sieges über Deutschland propagierte.
Andere konzentrierten sich auf das Gedenken an die Opfer oder versuchten, diese schmerzhafte Zeit ganz zu vergessen. Wieviorka zeigt, dass keiner dieser Ansätze, so unterschiedlich sie auch sein mögen, erfolgreich war, und dass Frankreich nach wie vor durch die Erinnerung an den Widerstand und die Kollaboration gespalten ist.