Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch für seine gründliche Erforschung der Rolle der Frauen in der Zoot-Suit-Kultur gelobt, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs und der Chicano-Bewegung. Während viele Leser das Buch für eine ausgezeichnete Lektüre hielten, die ein unterrepräsentiertes Thema anspricht, äußerten einige den Wunsch nach einem stärkeren Fokus auf Frauen und schlugen Verbesserungen vor.
Vorteile:⬤ Zeitgemäße und relevante Erzählung, die die Rolle der Frauen in der Geschichte hervorhebt.
⬤ Ausgezeichnete feministische Analyse, die das Verständnis der Zoot-Suit-Kultur vertieft.
⬤ Das Buch verwendet vernachlässigte Quellen und bringt neue Erkenntnisse in die Diskussion ein.
⬤ Das Buch gilt als Pflichtlektüre für alle, die sich für mexikanisch-amerikanische Geschichte und verwandte Themen interessieren.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass sich das Buch vor allem auf Männer konzentriert, obwohl die Beiträge der Frauen im Mittelpunkt stehen.
⬤ Der Wunsch, das Buch in anderen Sprachen, z. B. Russisch, zu veröffentlichen, deutet auf Probleme mit der Zugänglichkeit hin.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Woman in the Zoot Suit: Gender, Nationalism, and the Cultural Politics of Memory
Die mexikanisch-amerikanische Frau im Zoot-Suit, auch Pachuca genannt, trug oft einen Pullover mit V-Ausschnitt oder einen langen, breitschultrigen Mantel, einen knielangen Faltenrock, Netzstrümpfe oder Bobbysocken, Plateauabsätze oder Sattelschuhe, dunklen Lippenstift und einen Bouffant. Oder sie trug die gleiche Art von Zoot-Suit wie ihre männlichen Gegenstücke.
Mit ihrer auffälligen Kleidung repräsentierten die Pachucos und Pachucas eine neue Generation mexikanisch-amerikanischer Jugendlicher, die in den 1940er Jahren in die Öffentlichkeit traten. Während die Pachucos schon oft Gegenstand von Literatur, bildender Kunst und Wissenschaft waren, ist The Woman in the Zoot Suit das erste Buch, das sich auf die Pachucas konzentriert. Zwei Ereignisse im kriegsgeplagten Los Angeles brachten junge mexikanisch-amerikanische Zoot-Suiter ins Rampenlicht der Medien.
Bei dem Vorfall in Sleepy Lagoon wurde im August 1942 ein Mann während einer Massenschlägerei ermordet.
Zweiundzwanzig junge Männer, alle bis auf einen mexikanischer Abstammung, wurden angeklagt und für das Verbrechen verurteilt. Bei den Zoot-Suit-Unruhen im Juni 1943 griffen weiße Soldaten junge Zoot-Suit-Träger, insbesondere mexikanische Amerikaner, in ganz Los Angeles an.
Die Chicano-Bewegung der 1960er bis 1980er Jahre machte diese Ereignisse zu Schlüsselmomenten des politischen Erwachens der mexikanischen Amerikaner und der Pachucos zu Vorbildern für die Identität, den Widerstand und den Stil der Chicanos. Während die Pachucas und andere mexikanische Frauen in den beiden Ereignissen eine Rolle spielten, wurden sie in späteren Erzählungen der Chicano-Bewegung kaum noch erwähnt. Catherine S.
Ram rez stützt sich auf Interviews, die sie mit mexikanischen Amerikanerinnen geführt hat, die in den späten 1930er, 1940er und 1950er Jahren in Los Angeles aufgewachsen sind, um die vernachlässigten Geschichten der Pachucas aufzudecken. Sie untersucht deren relative Abwesenheit in wissenschaftlichen und künstlerischen Werken und argumentiert, dass sowohl die US-Kultur der Kriegszeit als auch die Chicano-Bewegung Pachucas ablehnten, weil sie traditionelle Geschlechterrollen bedrohten. Ram rez zeigt, wie die Pachucas die vorherrschenden Vorstellungen von mexikanisch-amerikanischer und Chicano-Identität herausforderten, wie Feministinnen la pachuca neu interpretierten und wie die Aufmerksamkeit für eine übersehene Figur viel über Geschichtsschreibung, Nationalismus und widerständige Identitäten verraten kann.