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The Freedom Schools: Student Activists in the Mississippi Civil Rights Movement
Die 1964 im Rahmen des Mississippi Freedom Summer gegründeten Mississippi Freedom Schools wurden von Pädagogen und Aktivisten ins Leben gerufen, um afroamerikanischen Schülern eine alternative Ausbildung zu bieten, die studentischen Aktivismus und partizipative Demokratie fördern sollte. Wie Jon N.
Hale zeigt, spielten die Schulen eine entscheidende Rolle in der Bürgerrechtsbewegung und hatten einen großen Einfluss auf die Entwicklung der progressiven Bildung im ganzen Land. Die von afroamerikanischen und weißen Pädagogen und Aktivisten konzipierten und geleiteten Freedom Schools wirkten der Segregationspolitik entgegen, die die Möglichkeiten schwarzer Jugendlicher einschränkte. Die Schulen boten eine qualitativ hochwertige, fortschrittliche Bildung, die sich mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit befasste, und bereiteten afroamerikanische Schüler darauf vor, an allen Fronten für die Freiheit zu kämpfen.
Die Freedom Schools bildeten ein politisches Netzwerk und lehrten die Schüler, wie, wann und wo sie sich politisch engagieren konnten, und formten Aktivisten, die andere darin ausbildeten, Ungleichheit zu bekämpfen. Auf der Grundlage von Dutzenden von Erstinterviews mit ehemaligen Schülern und Lehrern der Freedom School und reichhaltigem Archivmaterial wird diese bemerkenswerte Sozialgeschichte der Mississippi Freedom Schools aus der Perspektive derjenigen erzählt, die in den Erzählungen über die Bürgerrechtsbewegung, die sich auf die nationale Führung oder die College-Protestler konzentrieren, häufig nicht vorkommen.
Hale zeigt die Rolle, die Schüler in der Bürgerrechtsbewegung spielten, und den entscheidenden Beitrag, den Basisaktivisten auf lokaler Ebene leisteten. Er untersucht auch die Herausforderungen, mit denen die Aktivisten und Lehrer der Freedom School konfrontiert waren, wie etwa die Einschüchterung durch rassistische Mississippianer und die Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen innerhalb der Schulen. Indem er die Geschichten der Freedom School-Schüler bis ins Erwachsenenalter verfolgt, zeigt dieses Buch, wie diese Menschen ihre Ausbildung in jahrzehntelangen Aktivismus umwandelten.
Ehemalige Schüler und Lehrer sprechen wortgewandt über die Grundsätze, die ihre Praxis bestimmten, und über den Einfluss, den der Lehrplan der Freedom School auf die Bildung hatte. Sie bieten auch Schlüsselstrategien für die weitere Integration des amerikanischen Schulsystems und die politische Einbindung der heutigen Jugend.