
The Early Cistercian Nuns 1098 - 1350
Das Auftauchen von Nonnen als Mitglieder, Mitarbeiter oder Anhänger des Zisterzienserordens ist mit Unsicherheit behaftet. Sie werden weder im frühesten Dokument der Weißen Mönche, dem Exordium Parvum, das vielleicht um 1150 verfasst wurde, noch in der ersten Kodifizierung der Zisterzienserstatuten von 1202 erwähnt.
Dennoch gab es um das Jahr 1200 allein in Frankreich etwa hundert Nonnenklöster, die sich als Zisterzienserinnen bezeichneten. Von Anfang bis Mitte des dreizehnten Jahrhunderts nahm die Zahl der Klöster rapide zu und erinnerte an den raschen Aufstieg der männlichen Häuser des Ordens im vorangegangenen Jahrhundert. Zur Zeit der europäischen Reformation wurde die Zahl der Klöster in Europa und im Nahen Osten, die sich als Zisterzienser bezeichneten, auf fünf- bis neunhundert geschätzt.
In dieser Studie zeichnet David Williams das Wachstum dieser Frauenhäuser nach - ihre Gründung, die verschiedenen Standorte der Klöster, ihre Gebäude und Besitztümer, die Gemeinschaften, ihre Finanzen und ihr tägliches Leben - und liefert dabei eine Fülle faszinierender Details über viele der Nonnen selbst sowie über ihre königlichen, aristokratischen und klerikalen Förderer. Es ist ein bedeutender Beitrag zu einem wichtigen Aspekt der Geschichte der Frauen im Mittelalter.