Bewertung:

Das Buch bietet eine Erkundung der westlichen Sexualmystik und verknüpft sie mit verschiedenen Traditionen und Praktiken. Es bietet sowohl eine Einführung in das Thema als auch ein tieferes Verständnis seiner historischen Wurzeln und geht auf das Zusammenspiel von Sexualität und Spiritualität in verschiedenen Kulturen ein. Einige Leserinnen und Leser sind jedoch der Meinung, dass es dem Buch in bestimmten Bereichen an Tiefe mangelt und dass es von einer detaillierteren Erforschung der Themen und des Quellenmaterials profitieren würde.
Vorteile:⬤ Starker Einblick in die westliche Sexualspiritualität und ihren historischen Kontext.
⬤ Verbindet effektiv östliche und westliche Praktiken der sexuellen Mystik.
⬤ Fesselnder und zum Nachdenken anregender Inhalt, der zur weiteren Erforschung des Themas anregt.
⬤ Wichtige Persönlichkeiten und Beiträge zur heiligen Sexuallehre werden gewürdigt und laden zu einer Neubewertung der Wahrnehmung von Sexualität ein.
⬤ Einige Leser finden, dass es dem Buch an Tiefe fehlt, um die Thematik gründlich zu erforschen.
⬤ Der Autor geht schnell durch einige Themen, während er sich bei anderen zu sehr aufhält.
⬤ Begrenzte Erörterung der monogamen Mystik, was manche als bemerkenswertes Versäumnis ansehen.
⬤ Wünscht sich mehr Quellenmaterial und eine detaillierte Erläuterung der Themen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The Secret History of Western Sexual Mysticism: Sacred Practices and Spiritual Marriage
Das erste Buch, das die Geschichte der westlichen Sexualmystik aufdeckt.
- Enthüllt die geheimen sexuellen Praktiken, die seit dem antiken Griechenland angewandt wurden, um eine mystische Vereinigung mit Gott zu erreichen.
- Beschreibt die Sekten und Einzelpersonen, die die radikalen Sexualpraktiken weitergegeben haben, die das orthodoxe Christentum nie ganz zum Schweigen gebracht hat.
- Unterscheidet zwischen Sexualmagie und Sexualmystik.
Ausgehend von den antiken griechischen Mysterientraditionen, dem Gnostizismus und den Praktiken des frühen Christentums deckt Arthur Versluis die geheime Linie der westlichen Sexualmystik auf, die wie das Tantra des Ostens die Transzendenz oder die Vereinigung mit Gott durch sexuelle Praktiken anstrebt. Im gesamten Altertum und bis in die Gegenwart hinein hat die Sexualität eine wichtige, wenn auch weitgehend verborgene Rolle in religiösen Traditionen und Praktiken gespielt. Dazu gehören nicht nur christliche, sondern auch kabbalistische und hermetisch-alchemistische Strömungen der Sexualmystik, von denen viele hier zum ersten Mal gemeinsam behandelt werden.
In der Mysterientradition des hieros gamos (heilige Ehe) und der gnostischen Tradition der spirituellen Ehe sehen wir die Möglichkeit einer göttlichen Vereinigung, bei der die sexuelle Vereinigung das wichtigste Zeichen oder Symbol ist. Der Schlüssel zu diesen Praktiken ist die innere oder archetypische Vereinigung von Oben und Unten, die Vermischung der göttlichen Offenbarungswelt mit der irdischen Welt. Versluis zeigt, dass diese geheimen Strömungen der Sexualmystik den Aufstieg der Troubadoure und ihrer erotischen Lehre, die esoterischen Lehren von Jacob Bohme im späten 16. Jahrhundert, die utopischen Gemeinschaften des 19. Jahrhunderts von John Humphrey Noyes und Thomas Lake Harris, die Bewegung der freien Liebe des 20. Jahrhunderts und die modernen Schriften von Denis de Rougemont und Alan Watts begünstigten.