
Gods of Ancient Rome: Contracts with the Divine
Vom Familienheiligtum, dem Lararium, bis hin zu großen öffentlichen Festen, die die Heiligkeit und Lebensfähigkeit des Staates selbst verkörperten, durchdrang die Religion jeden Aspekt des römischen Lebens.
Die römische Religion war ein eindeutiger "Vertrag" mit den Göttern, in dem die Hingabe und die Blutopfer, die die Götter "fütterten" und nährten, als Gegenleistung für ihren fortwährenden Schutz und für die Sicherheit und das Prestige Roms angeboten wurden. Dieser "Vertrag" war eine sehr reale Erwartung, dass die Götter lebten und sich dessen bewusst waren, und dass sie im Gegenzug für die regelmäßige Versorgung mit menschlicher Verehrung ihren Teil der Abmachung einhalten konnten und würden. Wurde diese Abmachung nicht eingehalten, so konnte ihre Nichtigkeit Unheil bringen. Die Nachricht von der Niederlage bei Cannae im Jahr 216 v. Chr. löste in Rom großes Erstaunen aus. Sicherlich waren die Götter unglücklich - und zwei Vestalinnen wurden ausgewählt, um lebendig begraben zu werden, um sie zu besänftigen!
Zu den ursprünglichen Göttern und Göttinnen gesellten sich griechische Götter, die zwar ihre Namen änderten, aber ihre anthropomorphen Merkmale beibehielten und ebenfalls Rom dienten und es unterstützten. Schließlich kamen noch andere, fremde Götter aus dem Osten, die neue Ideen nach Rom brachten, zusammen mit ausgefallenen und kuriosen Zeremonien, seltsamen und wunderbaren Göttern, wie man sie noch nie zuvor gesehen hatte, die eigene Einweihungen, Opfer und Rituale erforderten, durchgeführt von ebenso ungewöhnlichen Priestern, von denen einige zölibatär lebten und die die bereits überfüllte römische Priesterschaft mit ihren vielen Flamens, Pontifices, Auguren und Haruspices ergänzten, aber auch einen verlockenden Hauch von Magie mit sich brachten. Sie alle würden schließlich von allen Gesellschaftsschichten akzeptiert werden.
Mit Kapiteln über die Numina, den Kaiserkult, die Feste und die Magie stellt Gods of Rome dieses komplexe, aber faszinierende Thema auch für den Nicht-Fachmann vor.