Bewertung:

Das Buch untersucht das Leben und die Beiträge von Lactantius, einem christlichen Schriftsteller und Professor für Rhetorik, der während der Herrschaft von Diokletian lebte. Der Schwerpunkt liegt auf seinem Werk „Divine Institutes“, das als umfassende Verteidigung des Christentums gegenüber den traditionellen griechisch-römischen Glaubensvorstellungen dient. Der Text ist in sieben Bücher gegliedert, in denen verschiedene theologische Konzepte und das Wesen des Gottesdienstes erörtert werden. Obwohl Lactantius für seinen einflussreichen Stil und seine gründlichen Argumente bekannt ist, stellt sein Werk größtenteils bestehende christliche Lehren zusammen und paraphrasiert sie, anstatt originelle Ideen zu präsentieren.
Vorteile:Das Buch ist gut gegliedert und stellt die Argumente des Lactantius klar dar. Es bietet eine gründliche Kritik an den traditionellen heidnischen Religionen und einen umfassenden Überblick über die christlichen Glaubensvorstellungen. Die Würde und die stilistische Qualität der lateinischen Sprache des Lactantius werden hervorgehoben und machen das Buch zu einem bedeutenden literarischen Werk der christlichen Literatur. Seine Beiträge haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Verteidigung des Christentums im lateinischen Westen.
Nachteile:Einigen Lesern könnte es dem Werk des Lactantius an Originalität mangeln, da es sich stark auf bestehende Quellen und Argumente stützt, anstatt neue theologische Ideen einzuführen. Außerdem könnte der Text für diejenigen, die mit dem historischen Kontext der frühchristlichen Schriften oder den Bezügen zur griechisch-römischen Philosophie nicht vertraut sind, eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Divine Institutes, Books I-VII
Die biographischen Daten über Lactantius sind dürftig.
Der heilige Hieronymus berichtet in seinem Katalog berühmter Männer, dass Lactantius bei Arnobius studierte. Auf eine kaiserliche Einladung hin lehrte Lactantius Rhetorik in Nikomedien, gab diese Professur aber nach dem Ausbruch der Diokletianischen Verfolgung auf.
Im Jahr 317 rief Konstantin Lactantius nach Trier, um die Erziehung seines Sohnes Crispus zu überwachen. Das Hauptwerk des Lactantius sind die Göttlichen Institutionen (Divinae institutions), die über einen Zeitraum von mehreren Jahren (304-313) verfasst wurden. Es handelt sich um ein apologetisches Werk in sieben Büchern, die die folgenden Titel tragen: Über die falsche Religion, Der Ursprung des Irrtums, Über die falsche Philosophie, Wahre Weisheit und Religion, Über die Gerechtigkeit, Über den wahren Gottesdienst und Über das selige Leben.
Aus literaturkritischer Sicht ist die Diktion dieser Bücher sanft und angenehm und erinnert so sehr an den Stil von Cicero, dass Lactantius häufig als „christlicher Cicero“ bezeichnet wurde. Dieses Lob geht auf den heiligen Hieronymus zurück, der in einem Brief an Paulinus, den Presbyter, schrieb, die Werke des Lactantius seien wie Ströme „tullianischer Beredsamkeit“, die die heidnischen Überzeugungen zerstörten.