Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte, wenn auch trockene Untersuchung des SS-Sonderkommandos Dirlewanger und konzentriert sich auf dessen Geschichte und Aktionen während des Zweiten Weltkriegs. In Rezensionen wird es für seine umfangreiche Verwendung von Archivdaten gelobt, die einen einzigartigen Einblick in einen wenig bekannten Aspekt der Nazi-Gräueltaten bietet. Viele Leser fanden jedoch, dass es an erzählerischer Tiefe und persönlichen Berichten mangelt, was es zu einer schwierigen Lektüre für diejenigen macht, die eine fesselndere historische Erzählung suchen.
Vorteile:⬤ Bietet einen bemerkenswerten Einblick in die Tötungsmaschinerie der Nazis, insbesondere in die Aktivitäten der Dirlewanger-Brigade.
⬤ Umfangreiche Archivrecherchen und sachliche Details.
⬤ Enthält seltene Fotos und Quellenmaterial, die das Verständnis des Themas verbessern.
⬤ Gilt aufgrund seines umfassenden Charakters als das maßgebliche Werk über Dirlewanger in englischer Sprache.
⬤ Der Schreibstil wird oft als trocken und wenig erzählerisch beschrieben.
⬤ Wenige persönliche Berichte oder Einblicke in Dirlewangers Charakter und Motivationen.
⬤ Einige Leser fanden, dass sich die Informationen zu sehr auf Namen, Ränge und Medaillen konzentrieren, anstatt eine aussagekräftige Geschichte zu erzählen.
⬤ Das Fehlen von Berichten aus erster Hand oder Feldberichten schmälert die emotionale Wirkung der historischen Ereignisse.
(basierend auf 37 Leserbewertungen)
The Cruel Hunters: Ss-Sonderkommando Dirlewanger Hitler's Most Notorious Anti-Partisan Unit
Dies ist eine brutale Geschichte - aber aus der Sicherheit eines zeitlichen Abstands von fünfzig Jahren ist sie äußerst fesselnd. Sie ist auch eine bleibende Lektion, dass eine Militäreinheit, die unter einer bösen Ideologie gebildet wurde, von einem sozial Ausgestoßenen angeführt wird und sich aus bösartigen Kriminellen zusammensetzt, auf ihren kleinsten gemeinsamen Nenner - den Hass - zurückfällt.
Das Bataillon Dirlewanger, auch bekannt als "Sonderkommando Dirlewanger", war vielleicht die am wenigsten bekannte, aber gleichzeitig die berüchtigtste deutsche SS-Anti-Partisanen-Einheit des Zweiten Weltkriegs. Deutsche Propagandakorrespondenten und Kriegsfotografen haben sie nicht in Aktion erlebt. Und das aus gutem Grund.
Wo immer die nach Oskar Dirlewanger benannte und von ihm geleitete Einheit Dirlewanger operierte, gehörten Korruption und Vergewaltigung zum Alltag, waren wahlloses Abschlachten, Prügeln und Plündern an der Tagesordnung. Die 1940 als Bataillon verurteilter Wilderer gegründete Einheit war bis 1942 in Polen im Einsatz, bewachte Juden in Zwangsarbeitslagern und machte den Polen in Lublin und Krakau das Leben schwer.
Von dort aus kämpfte Dirlewanger zwei Jahre lang gegen Partisanen in Zentralrussland, wobei er inmitten unwirtlicher Sümpfe und düsterer Wälder gegen einen schwer fassbaren Feind kämpfte, der kein Pardon gab und keine Gegenleistung erwartete. 1944 wütete Dirlewanger während des polnischen Aufstands in Warschau, bevor er in die Slowakei zog, um dort einen weiteren Aufstand niederzuschlagen. Am Ende des Krieges kämpfte die Einheit, die inzwischen zu einer Division angewachsen war, südlich von Berlin gegen die Sowjetarmee um ihr Leben.
In ihrer mittelalterlichen Kriegsauffassung und sicherlich nicht repräsentativ für viele deutsche Militärformationen, bleibt diese Einheit dennoch ein Spiegelbild eines Teils der Menschheit, der im Inferno des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront verrückt geworden ist. Größe: 6" x 9" über 50 s/w Fotos, Karten, vollständig kommentiert.