
The Gray Zones of Medicine: Healers and History in Latin America
(Gewinner, 2022 Outstanding Academic Title, CHOICE Awards) Mediziner, die in Grauzonen oder zwischen offizieller und inoffizieller Medizin arbeiten, haben Lateinamerika von der Kolonialzeit an entscheidend geprägt.
The Gray Zones of Medicine bietet eine menschliche, nachvollziehbare und komplexe Untersuchung der Geschichte von Gesundheit und Heilung in Lateinamerika über fünf Jahrhunderte. Die Autoren decken auf, wie die biografischen Erzählungen einzelner Akteure - jenseits des hegemonialen biomedizinischen Wissens, der Karrieren erfolgreicher Ärzte, der Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit sowie der Forschungs- und medizinischen Einrichtungen - einen einzigartigen Einblick in die größeren sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen historischen Veränderungen und Kontinuitäten in der Region geben können.
Sie zeigen, dass solche Geschichten in der Lage sind, die Feinheiten und die Widerstandsfähigkeit der Geschichte von Gesundheit und Krankheit zu beleuchten, und sie verdeutlichen, wie wichtig es ist, beim Schreiben über die Vergangenheit die analytischen Beschränkungen zu überwinden, die sich aus den binären Kategorien Legalität/Illegalität, gelehrt/beliebt und Orthodoxie/Heterodoxie ergeben. Durch ein zugängliches und erzählerisches Format erschließt dieses Buch das Potenzial historischer Erzählungen von Heilungen, um Prozesse zu verstehen und zu nuancieren, die allzu oft durch intellektuelle Medizingeschichten oder durch die Brille von Imperien, Nationalstaaten und ihren Institutionen artikuliert werden.