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Ruling the Void: The Hollowing of Western Democracy
Eine klassische Darstellung der Legitimationskrise der Demokratie
Das Zeitalter der Parteiendemokratie ist vorbei, argumentiert Peter Mair in Ruling the Void. Die großen Parteien haben sich so sehr von der Gesellschaft abgekoppelt, dass sie nicht mehr in der Lage zu sein scheinen, die Demokratie in ihrer heutigen Form aufrechtzuerhalten.
In seinem 2013 erstmals veröffentlichten Buch „Ruling the Void“ stellte er vorausschauend fest, dass die wachsende Kluft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und ihren politischen Führern eine Legitimationskrise für die regierende Klasse darstellt und populistische Mobilisierungen gegen sie anheizt. Die politischen Eliten Europas hatten sich zu einer homogenen Berufsklasse umgestaltet und sich in staatliche Institutionen zurückgezogen, die in einer Welt wankelmütiger Wähler relative Stabilität bieten. In der Zwischenzeit haben sich nicht-demokratische Einrichtungen und Praktiken ausgebreitet - nicht zuletzt die Europäische Union selbst.
Mair wägt die Auswirkungen dieser Veränderungen ab und bietet eine maßgebliche Einschätzung der Aussichten für die politische Vertretung des Volkes heute, nicht nur in den verschiedenen Demokratien Großbritanniens und der EU, sondern in der gesamten entwickelten Welt.
Mit einer neuen Einleitung von Chris Bickerton, Autor von The European Union: A Citizen's Guide.