Bewertung:

Das letzte Buch von Peter Mair, „Ruling the Void“, bietet eine aufschlussreiche und beunruhigende Analyse des Niedergangs der politischen Parteien und der Demokratie in Westeuropa und den Vereinigten Staaten. Mair erörtert, wie sich die politischen Parteien von den Bürgern abgekoppelt haben und wie dies zu einer zunehmenden Entfremdung der Wähler, Unbeständigkeit und dem Aufstieg des Populismus geführt hat. Er kritisiert die Rolle der EU und der Technokraten bei der Verringerung des demokratischen Engagements, was das Buch im Zusammenhang mit modernen politischen Entwicklungen wie dem Brexit besonders relevant macht.
Vorteile:Das Buch liefert eine tiefgreifende Kritik am aktuellen Zustand der Demokratie, ist gut geschrieben und bietet einen prägnanten Überblick über den Niedergang der politischen Parteien. Viele Rezensenten fanden es augenöffnend, relevant und eine notwendige Lektüre für alle, die sich um die Demokratie sorgen. Es wird für seine akademische Strenge und seine aufschlussreiche Analyse der Auswirkungen der EU auf demokratische Prozesse anerkannt.
Nachteile:Mehrere Rezensenten merkten an, dass das Buch sehr dicht ist und es für den allgemeinen Leser schwierig sein könnte, sich damit zu beschäftigen, und beschrieben es als fast lehrbuchartig. Einige meinten, der Schreibstil sei langatmig und schwer zu lesen. Darüber hinaus wurde bemängelt, dass das Buch aufgrund des Todes des Autors vor seiner Fertigstellung unvollständig erscheint und einige Argumente unausgegoren bleiben.
(basierend auf 23 Leserbewertungen)
Ruling the Void: The Hollowing of Western Democracy
In den alteingesessenen Demokratien Westeuropas ist die Wahlbeteiligung rückläufig, die Mitgliederzahlen der großen Parteien schrumpfen, und diejenigen, die treue Parteigänger bleiben, sind nicht mehr so begeistert.
Peter Mairs neues Buch wägt die Auswirkungen dieser Veränderungen ab, die zusammengenommen zeigen, dass die Wähler nach einem Jahrhundert demokratischer Bestrebungen die politische Arena verlassen. Mair untersucht die alarmierende parallele Entwicklung, die dazu geführt hat, dass sich Europas politische Eliten zu einer homogenen Berufsklasse umgestaltet haben und sich in staatliche Institutionen zurückgezogen haben, die in einer Welt wankelmütiger Wähler relative Stabilität bieten.
In der Zwischenzeit vermehren sich nicht-demokratische Einrichtungen und Praktiken und gewinnen an Glaubwürdigkeit - nicht zuletzt die Europäische Union selbst, eine Organisation, die zur Entpolitisierung der Mitgliedsstaaten beiträgt und deren berüchtigtes "Demokratiedefizit" die bewussten Absichten ihrer Gründer widerspiegelt. Ruling the Void bietet eine maßgebliche und erschreckende Einschätzung der Aussichten für die politische Vertretung des Volkes heute, nicht nur in den verschiedenen Demokratien Europas, sondern in der gesamten entwickelten Welt.