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The International Organization for Migration: Challenges, Commitments, Complexities
Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 hat sich die Internationale Organisation für Migration (IOM) von einer kleinen, regional begrenzten, logistisch ausgerichteten Einrichtung zu einer großen internationalen Organisation entwickelt, die an einer fast schwindelerregenden Vielzahl von Aktivitäten im Zusammenhang mit der menschlichen Mobilität beteiligt ist. Seit 2016 ist die IOM Teil des UN-Systems und hat sich in UN-Migrationsbehörde umbenannt. Trotz ihrer dramatischen Expansion und ihres wachsenden Einflusses ist die IOM nach wie vor wenig erforscht.
Dieses Buch bietet eine leicht zugängliche, prägnante Einführung in die IOM und konzentriert sich auf ihre humanitären Aktivitäten und Reaktionen auf erzwungene Migration - eine Arbeit, die heute den Großteil des Budgets, des Personals und der Feldpräsenz der Organisation ausmacht. Die humanitäre Arbeit der IOM wird oft übersehen oder als Deckmantel für ihre Beteiligung an anderen Aktivitäten abgetan, die den Interessen der Staaten bei der Beschränkung der Migration dienen. Im Gegensatz dazu argumentiert Bradley, dass das Verständnis der Beteiligung der IOM an humanitären Aktionen und der Arbeit mit Vertriebenen von zentraler Bedeutung ist, um ihre Entwicklung und heutige Bedeutung zu verstehen. Das Buch untersucht die Spannungen und Kontroversen rund um die Aktivitäten der Organisation, einschließlich der komplexen Fälle Haiti und Libyen, und untersucht, wie die Struktur, die Kultur und die internen und externen Machtkämpfe der IOM ihr Verhalten geprägt haben. Es zeigt, wie die IOM durch unternehmerisches Handeln gewachsen ist und Autonomie und Einfluss weit über ihr begrenztes formales Mandat hinaus kultiviert hat.
Die Internationale Organisation für Migration ist eine unverzichtbare Lektüre für Studenten und Wissenschaftler, die sich mit Migration, humanitärer Hilfe und internationalen Organisationen beschäftigen.