Bewertung:

Die Rezensionen heben Lisa Lowes Buch „Intimitäten der vier Kontinente“ als ein profundes wissenschaftliches Werk hervor, das die miteinander verknüpfte Geschichte von Kolonialismus, Arbeit und Liberalismus auf verschiedenen Kontinenten kritisch analysiert. Das Buch wird für seinen interdisziplinären Ansatz, seine tiefgründige Analyse und seine Fähigkeit gelobt, die vorherrschenden Erzählungen über Demokratie und soziale Gerechtigkeit in Frage zu stellen.
Vorteile:⬤ Interdisziplinärer Ansatz
⬤ tiefe analytische Einsichten
⬤ verbindet historische Trends
⬤ bereichert das Verständnis der Globalisierung
⬤ wichtige Gegenerzählung zu hegemonialen Ideen
⬤ unverzichtbare Lektüre für Wissenschaftler und Studenten der kritischen Ethnie, Soziologie und Geschichte
⬤ eloquent geschrieben
⬤ wirkungsvoll für das Verständnis kolonialer Ausbeutung und der Komplexität des Liberalismus.
In einigen Rezensionen wird die Komplexität und Dichte des Materials erwähnt, was darauf hindeutet, dass es erhebliche Anstrengungen und Zeit erfordert, um es vollständig zu erfassen; möglicherweise ist es für Gelegenheitsleser nicht leicht zugänglich.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
The Intimacies of Four Continents
In diesem einzigartigen interdisziplinären Werk untersucht Lisa Lowe die Beziehungen zwischen Europa, Afrika, Asien und Amerika im späten 18. und frühen 19.
Jahrhundert und erforscht die Verbindungen zwischen Kolonialismus, Sklaverei, imperialem Handel und westlichem Liberalismus. Durch die Lektüre von Archiven, Kanons und Kontinenten stellt Lowe eine Verbindung zwischen dem liberalen Narrativ von der Überwindung der Sklaverei durch die Freiheit und der Expansion des anglo-amerikanischen Imperiums her und stellt fest, dass abstrakte Freiheitsversprechen oft ihre Einbettung in koloniale Bedingungen verschleiern. Ethnie und soziale Unterschiede, so Lowe, sind bleibende Überbleibsel kolonialer Prozesse, durch die „der Mensch“ universalisiert und durch liberale Formen „befreit“ wird, während die Völker, die die Bedingungen für diese Freiheit schaffen, assimiliert oder vergessen werden.
Lowe analysiert das Archiv des Liberalismus zusammen mit den kolonialen Staatsarchiven, von denen es abgetrennt wurde, und bietet neue Methoden für die Interpretation der Vergangenheit an, indem er Ereignisse untersucht, die in den Archiven gut dokumentiert sind, und solche, die nicht vorhanden sind, sei es, dass sie aktiv unterdrückt oder lediglich als unbedeutend angesehen werden. Lowe erfindet eine Art des intimen Lesens, die sich über akzeptierte nationale Grenzen hinwegsetzt und vorgegebene Chronologien durchbricht, was unsere Vorstellungen von Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur und letztlich auch von Wissen selbst verkompliziert.