Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten Einblick in die japanischen U-Boot-Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs und behandelt ihre Vorkriegsstrategie, Organisationsstruktur und operativen Herausforderungen. Es beleuchtet das Missmanagement der U-Boot-Operationen und kritisiert die strategischen Entscheidungen, die zu einem begrenzten Erfolg gegen die amerikanische Marine führten. Das Buch bietet zwar wertvolle historische Einblicke, aber die Darstellung ist manchmal etwas allgemein gehalten und legt weniger Wert auf die großen Schlachten.
Vorteile:⬤ Bietet einen gut recherchierten Hintergrund zu Strategie und Organisation der japanischen U-Boote.
⬤ Bietet wichtige historische Einblicke, die in anderen Werken nicht zu finden sind.
⬤ Klar und strukturiert geschrieben, insbesondere im technischen Überblick über die U-Boot-Klassen.
⬤ Die Formatierung des Kindle ist funktional.
⬤ Geht erfolgreich auf strategische Fehlentscheidungen und operative Herausforderungen ein, mit denen die japanische Marine konfrontiert war.
⬤ Es fehlt an detaillierten Berichten über tatsächliche Kriegseinsätze, die Kampagnen werden oft nur kursorisch beschrieben.
⬤ Einige Leser könnten den Schreibstil manchmal weniger flüssig finden.
⬤ Die Informationen werden in der Regel aus amerikanischer Sicht dargestellt, es gibt nur wenige Berichte von japanischen Kommandeuren aus erster Hand.
⬤ Einige spezifische erzählerische Erwartungen können aufgrund der Konzentration auf organisatorische Aspekte nicht erfüllt werden.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
The Japanese Submarine Force and World War II
Bei seiner Erstveröffentlichung 1995 wurde dieses Buch als ein absolut unverzichtbarer Beitrag zur Geschichte des Pazifikkriegs gefeiert. Ein renommierter amerikanischer Marinehistoriker und ein japanischer Marineoffizier haben auf der Grundlage japanischer Quellen und amerikanischer, während des Krieges abgefangener geheimer japanischer Funksprüche in akribischer Kleinarbeit eine Vielzahl von Materialien über Japans U-Boote im Zweiten Weltkrieg zusammengetragen und ausgewertet.
Die Studie beginnt mit der Entwicklung des ersten japanischen 103-Tonnen-U-Boots vom Typ Holland im Jahr 1905 und reicht bis zur Kapitulation des damals größten U-Boots der Welt, der 5300-Tonnen-Klasse I-400, die drei Flugzeuge transportierte, im Jahr 1945. Waffen, Ausrüstung, Personal und Landunterstützungssysteme der U-Boote werden zunächst im Zusammenhang mit den Kriegsvorbereitungen der japanischen Marine und später während des Krieges erörtert. Es werden sowohl Erfolge als auch verpasste Gelegenheiten bei Operationen analysiert, die von der kalifornischen Küste über den Pazifik und den Indischen Ozean bis zur Küste des von Deutschland besetzten Frankreichs reichten.
Die Anhänge enthalten Listen der japanischen U-Boot-Verluste und die Biographien der wichtigsten japanischen U-Boot-Offiziere. Seltene Abbildungen und eigens in Auftrag gegebene Einsatzkarten bereichern den Text.