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The Jesuits: A History
Die umfassendste und aktuellste Untersuchung eines der wichtigsten religiösen Orden der modernen Welt
Seit ihrer Gründung durch Ignatius von Loyola im Jahr 1540 hat die Gesellschaft Jesu - besser bekannt als die Jesuiten - eine entscheidende Rolle bei den Ereignissen der modernen Geschichte gespielt. Von der Gegenreformation bis zum Aufstieg von Franziskus I. zum ersten Jesuiten-Papst bietet Die Jesuiten einen intimen Blick auf einen der wichtigsten religiösen Orden nicht nur in der katholischen Kirche, sondern auch in der Welt. Markus Friedrich beschreibt eine Organisation, die sich geschickt auf dem schmalen Grat zwischen geistlichem und weltlichem Engagement bewegte, Schwierigkeiten im Wandel der Zeit erlebte und gleichzeitig kulturelle Entwicklungen von der Seelsorge und Spiritualität bis hin zu Kunst, Bildung und Wissenschaft prägte.
Friedrich untersucht die Jesuiten im Kontext der Sozial-, Kultur- und Weltgeschichte und beleuchtet, wie der Orden die Kultur der Gegenreformation prägte und an der Errichtung europäischer Imperien beteiligt war, einschließlich der Missionstätigkeit in Asien und in vielen Teilen Afrikas im 16. und 17. Er untersucht auch die Stellung der Jesuiten in der Neuen Welt und geht auf das Problem der jesuitischen Sklavenhalter ein. Die Jesuiten gerieten oft mit der römischen Kurie und dem Papst aneinander, was 1773 zu ihrer Aufhebung führte, aber der Orden kehrte 1814 zurück und erlangte erneut eine einflussreiche Position. Friedrich zeigt auf, dass die Jesuitenväter keine monolithische Gruppe waren, und geht auf das besondere geistliche Erbe ein, das Papst Franziskus hinterlassen hat.
Mit seiner globalen Reichweite und der akribischen Berücksichtigung von Archivquellen und früheren Forschungsergebnissen veranschaulicht "Die Jesuiten" die heterogenen, vielfältigen und widersprüchlichen Perspektiven dieser berühmten religiösen Organisation.