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The Creation/Evolution Controversy: A Battle for Cultural Power
Diese rhetorische Studie über die verschiedenen Sprachstrategien und konkurrierenden Weltanschauungen, die in der 140 Jahre währenden Auseinandersetzung zwischen biblischen Kreationisten und darwinistischen Evolutionisten eine Rolle spielen, konzentriert sich auf die Huxley/Wilberforce-Debatte von 1860, den Scopes Monkey Trial von 1925 und den Creation-Science Trial von 1981 in Arkansas.
Als Darwin 1859 sein Werk Origins of Species (Die Entstehung der Arten) veröffentlichte, löste er eine Debatte über den Ursprung des menschlichen Lebens und die Rolle Gottes in menschlichen Angelegenheiten aus, die in der Weltgeschichte ihresgleichen sucht. Smout zeichnet die Reaktion der biblischen Kreationisten auf die Darwinschen Evolutionisten nach. Er analysiert alle verfügbaren Berichte über die ursprüngliche Debatte, die in der Huxley/Wilberforce-Debatte von 1860, dem Scopes Monkey Trial von 1925 und dem Creation-Science Trial von 1981 in Arkansas gipfelte, und untersucht sorgfältig die Geschichten und Taktiken beider Seiten. Professor Smout argumentiert, dass beide Seiten in der Kontroverse verschiedene Sprachstrategien verwenden, um die Kultur als Ganzes davon zu überzeugen, die Welt so zu sehen, wie sie sie sehen, und ihre Position als öffentliche Politik durchzusetzen.
Wie Smout zeigt, besteht das Problem darin, dass beide Seiten sich auf eine unzureichende Auffassung von Sprache als Bezeichner zeitloser Realitäten und nicht als ein Instrument stützen, das von menschlichen Gemeinschaften zur Erreichung ihrer Ziele eingesetzt wird. Er versucht, eine bessere Sichtweise der Sprache zu formulieren und zu zeigen, wie sie dazu beitragen könnte, unlösbare Probleme wie dieses zu lösen. Er plädiert dafür, die Sprache als ein Werkzeug zu betrachten, das unsere Wahrnehmung prägt, und Begriffsdefinitionen als politische Handlungen und nicht als Tatsachenerklärungen von Fachleuten. Eine wichtige Analyse für Studenten und Wissenschaftler der Rhetorik, Geschichte, Religion und Soziologie.