
The Medicalisation of Everyday Life: A Critical Perspective
Dieses neue Buch kommt zur rechten Zeit und untersucht das allgemein akzeptierte Verständnis von Theorie und Praxis der psychischen Gesundheit. Auf der Grundlage historischer und aktueller Praktiken werden das Konzept der psychischen Krankheit und ihre Behandlung, die Integration von Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie ein personenzentrierter Ansatz kritisch beleuchtet.
Neben allgemeineren Aspekten wie der Frage, wie wir psychische Gesundheit kategorisieren, und der zeitgenössischen Praxis im Zusammenhang mit Medikamenten und Behandlungsalternativen werden auch spezifische Bereiche behandelt, die derzeit als „psychische Krankheit“ bezeichnet werden, darunter Depression, Angstzustände, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung). Die abschließenden Kapitel befassen sich mit den Belegen für die Wirksamkeit der Psychopharmakologie und dem Stellenwert von Placebos in Forschung und Behandlung, der Bedeutung kultureller Sensibilität in einer globalisierten Welt und den Möglichkeiten für die künftige Praxis der psychosozialen Dienste.
Die Bedeutung nicht-medizinischer alternativer Therapien und die Einbeziehung der Verbraucherperspektive in die Praxis der psychosozialen Dienste werden durchgängig als Mittel zur Verbesserung der Erfahrungen bei der Erbringung psychosozialer Dienste für psychosoziale Fachkräfte und Verbraucher hervorgehoben. Dieses Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die ein besseres Verständnis der Theorie und Praxis der psychischen Gesundheit anstreben - egal, ob es sich um Studierende in einem Studiengang der psychiatrischen Krankenpflege, um Studierende der Sozialarbeit mit Schwerpunkt psychische Gesundheit oder um Angehörige medizinischer und verwandter Gesundheitsberufe handelt.