
Refiguring the Archive
Refiguring the Archive" bringt die neuesten Debatten über das Archiv in Südafrika und auf internationaler Ebene zum Ausdruck und erweitert gleichzeitig die Grenzen dieser Debatten.
Es bringt prominente Denker aus einer Reihe von Disziplinen zusammen, hauptsächlich Südafrikaner, aber auch einige aus anderen Ländern. Traditionell werden Archive als Bewahrer des Gedächtnisses und als Hüter der Vergangenheit angesehen.
Die Autoren dieses Buches stellen diese Orthodoxie in Frage und zeigen auf, wie Archive Vergangenheiten konstruieren, heiligen und begraben. In seinem Beitrag zeigt Jacques Derrida (ein Name, der im intellektuellen Diskurs weltweit sofort wiedererkannt wird), wie das Erinnern niemals vom Vergessen getrennt werden kann, und argumentiert, dass es im Archiv eher um die Zukunft als um die Vergangenheit geht. Gemeinsam zeigen die Autoren, in welchem Maße das Denken über Archive neue Realitäten und neue Möglichkeiten einbezieht.
Das Buch ist Ausdruck des Selbstbewusstseins, für den archivarischen Diskurs ein bisher nicht betretenes Terrain zu beanspruchen. Es dient als frühes Handbuch für eine Zeit, die bereits begonnen hat.